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2000 Metaller bei Kundgebung in Hannover

Tarifstreit in Niedersachsen 2000 Metaller bei Kundgebung in Hannover

Der Tarifkonflikt der niedersächsischen Metallbranche bleibt festgefahren: IG Metall und Arbeitgeber vertagten sich am Vormittag in Hannover auch in der dritten Tarifrunde ohne eine Annäherung. Rund 2000 Metaller waren zuvor bei der zentralen Protestkundgebung durch die Innenstadt gezogen.

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Metaller bei der Demo in Hannover.

Quelle: dpa

Hannover. Im festgefahrenen Tarifkonflikt setzt die IG Metall in Niedersachsen zu einer härteren Gangart an. „Wir werden jetzt mit Großaktionen antworten und den Druck massiv erhöhen“, kündigte IG-Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine am Freitag an, nachdem auch die dritte Verhandlungsrunde mit Niedersachsenmetall ohne eine Annäherung zu Ende gegangen war. „Anstatt konstruktiv zu verhandeln, mauern sich die Arbeitgeber weiterhin ein“, sagte Meine. Von den Gesprächen sind in Niedersachsen 75 000 Menschen betroffen.

Niedersachsenmetall-Chef Volker Schmidt argumentierte dagegen, er habe „ein innovatives und für die Arbeitnehmerseite absolut akzeptables Paket gepackt“ und damit Kompromisslinien aufgezeigt. Die Gewerkschaft sei nun gefordert, Verantwortung zu zeigen. „Wenn sich die IG Metall nicht bewegt und weiter auf taub schaltet, leistet sie der Flucht aus den Flächentarifverträgen Vorschub“, sagte Schmidt.

Mit einem Warnstreik in der Innenstadt von Hannover hat die IG Metall ihrer Forderung nach Tariferhöhungen Ausdruck verliehen.

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Ende Januar hatten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Runde zwei nicht angenähert. Die Gewerkschaft will bundesweit 5,5 Prozent mehr Geld bei zwölf Monaten Laufzeit sowie Zugeständnisse bei Alters- und Bildungsteilzeit. Die Arbeitgeber bieten bisher 2,2 Prozent minus zwei Nullmonate ohne eine Erhöhung. Sie verweisen unter anderem auf die niedrige Inflation. Besonders erbost zeigte sich Meine über die Kompromissvorschläge der Arbeitgeber für die Altersteilzeit. Der Bezirksleiter sprach bei den Vorhaben von einem „Horrorkatalog“.

Die Gewerkschaft hatte vor dem Verhandlungsstart bei einer zentralen Protestkundgebung in Hannover ihren Forderungen Nachdruck verliehen. Nach IG-Metall-Angaben zogen fast 2000 Menschen durch die Innenstadt, zeigten Transparente und sorgten für ein Trillerpfeifenkonzert. Großteile Niedersachsens bilden zusammen mit Sachsen-Anhalt einen Tarifbezirk, in dem laut IG Metall bisher gut 24 000 Beschäftigte aus 177 Betrieben an Warnstreiks teilnahmen. Die Arbeitnehmerorganisation kündigte für die nächsten Tage weitere „massive Warnstreikaktionen“ an, um die Arbeitgeber „aus ihrer Trägheit herauszuholen“.

Es wird jedoch erwartet, dass der Tarifstreit mit einem bundesweiten Pilotabschluss in Baden-Württemberg beigelegt wird. Damit ist in Niedersachsen zunächst weiterer Stillstand zu erwarten. Die vierte regionale Runde ist für den 27. Februar in Hannover angesetzt.

Von Heiko Lossie

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Eine Kelle warmer Suppe gab es am Dienstag für die Justizangestellten bei der „bewegten Mittagspause“ vor dem Amtsgericht Hannover. Eine Protestaktion von vielen.

Auch die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst führen zu Konflikten: Die Gewerkschaften wollen ein deutliches Lohnplus. Die Länder, darunter auch Niedersachsen, lehnen das bislang ab. Die Gewerkschaften fordern bei den Tarifverhandlungen 5,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 175 Euro mehr.

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