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Niedersachsen So schneiden Fernbus-Bahnhöfe im ADAC-Test ab
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen So schneiden Fernbus-Bahnhöfe im ADAC-Test ab
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09:27 25.01.2017
Der Fernbus-Bahnhof in Bremen fällt im Test durch. Auch Göttingen schneidet schlecht ab.  Quelle: dpa (Archiv)
Hannover/Göttingen

Deutschlands Fernbus-Bahnhöfe haben aus Sicht des ADAC eine lange Mängelliste. An vielen Stationen fehlten elektronische Anzeigetafeln und Dächer über den Bahnsteigen, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Autoclubs. Der Bürgersteig sei oft zu schmal für Rollstuhlfahrer, zudem mangele es in den Bahnhöfen an Service-Einrichtungen und automatischen Türen.

Nur wenige Fernbus-Stationen seien kundenfreundlich, so der ADAC. "Der Fernbusmarkt hat sich in den letzten Jahren schneller entwickelt als die dazugehörige Infrastruktur", sagte der für Verbraucherschutz zuständige Geschäftsführer Alexander Möller. "Die Angebote der Städte bilden derzeit nicht die Mobilitätsbedürfnisse und Wünsche der Fahrgäste ab." Daher sollte dringend nachgebessert werden.

Schlechte Noten für Göttingen und Bremen

Der Autoclub hatte zehn Fernbus-Bahnhöfe getestet, von denen sechs nur die Note "ausreichend" oder schlechter bekamen. Die Fernbus-Bahnhöfe in Göttingen und Bremen wurden gar mit "sehr mangelhaft" bewertet, Dortmund mit "mangelhaft". Mannheim, Berlin-Südkreuz und Rostock bekamen die Note "ausreichend". "Gut" schnitten hingegen MünchenHannover, Hamburg Bus-Port sowie der Testsieger Stuttgart ab. "Sehr gut" war keiner.

Fernbusbahnhof

ADAC-Urteil

Stuttgart SAB

+ (gut)

Hamburg Bus-Port ZOB

+ (gut)

Hannover ZOB 

+ (gut)

München ZOB 

+ (gut)

Mannheim Busbahnhof 

o (ausreichend)

Berlin-Südkreuz 

o (ausreichend)

Rostock ZOB

o (ausreichend)

Dortmund ZOB

-  (mangelhaft)

Bremen ZOB

-- (sehr mangelhaft)

Göttingen ZOB

-- (sehr mangelhaft)

Das Testergebnis verdeutlich ein Dilemma: Vor allem Neubauten vor den Toren der Städte schnitten gut ab, etwa in Stuttgart, wo die Fernbusse direkt am Flughafen halten. Mit der S-Bahn fahren Reisende ab Stadtmitte eine knappe halbe Stunde zum Fernbusbahnhof. Genau dies ist aber laut ADAC und Anbietern wie Flixbus ein Nachteil. Der Standort sei fernab von den Hauptzielen des Fernbusses, so der ADAC.

Hannover schneidet gut ab

Die Note "gut" erhält der neue Fernbus-Bahnhof in Hannover. Der ADAC bewertet etwa den zentralen Ticket- und Infoschalter für mehrere Anbieter positiv. Außerdem sorgen die ausreichende Anzahl von Parkplätzen, Bikesharing-Station, Autovermietung, Schließfächer, elektronische Informationsanzeigen sowie die eigene, mehrsprachige Internetseite mit aktuellen Fahrplanänderungen für Pluspunkte. Abstriche gibt es dafür, dass die Nahverkehrspläne nicht zentral ausgehängt werden. Außerdem wird kritisiert, dass die Bussteige für den Ein- und Ausstieg von Rollstuhlfahrern zu schmal sind und es keine keine Behinderten-Parkplätze gibt.

Eine lange Mängelliste gab es indes für den Göttinger Fernbusbahnhof. Zwar liegt er direkt am Hauptbahnhof. Doch es fehlten elektronische Anzeigen mit aktuellen Infos, die Beschilderung sei schlecht, es gebe keinen zentralen Ticketschalter, keine Zebrastreifen sowie kein Dach. "Die lassen die Leute im Regen stehen", sagte ein ADAC-Sprecher. Ähnlich viele Minuspunkte bekam der Bremer Fernbusbahnhof.

dpa/ewo

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