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VW braucht mehr Zeit

Abgas-Skandal VW braucht mehr Zeit

Angesichts der riesigen Dimension rechnet Volkswagen mit einer langwierigen Aufarbeitung des Abgas-Skandals. Eine für den 9. November geplante außerordentliche Hauptversammlung wurde deswegen abgesagt. Trotz Bedenken soll der bisherige Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch Aufsichtsratschef werden und damit eine zentrale Rolle übernehmen.

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Neuer Chefkontrolleur: Hans Dieter Pötsch (links) soll künftig die Arbeit des VW-Chefs Matthias Müller beaufsichtigen.

Quelle: Marijan Murat

Wolfsburg. Nachfolger von Pötsch im Konzernvorstand wird der Vorstandsvorsitzende der VW-Finanztochter, Frank Witter, wie Volkswagen am Donnerstag nach einer Sitzung des Aufsichtsratspräsidiums mitteilte.

Die Untersuchungen zum Abgas-Skandal nähmen „mindestens mehrere Monate“ in Anspruch, teilte das Unternehmen mit. Es sei nicht realistisch, „binnen weniger Wochen zu fundierten Antworten zu kommen, die den berechtigten Erwartungen der Aktionäre entsprechen“. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) verteidigte die Entscheidung, die Hauptversammlung zu verschieben. Dort hätten zahlreiche Fragen im Detail gerichtsfest beantwortet werden müssen, erklärte Weil. „Nach dem bisherigen Stand der Aufklärungsarbeiten ist aber nicht zu erwarten, dass die dafür notwendigen Erkenntnisse bereits in hinreichender Tiefe vorhanden sind.“

Das Präsidium des Aufsichtsrats hatte am Mittwochabend mehrere Stunden lang bis in die Nacht hinein getagt. Zum Präsidium zählen Interimsaufsichtsratschef Berthold Huber, Ministerpräsident Weil, Wolfgang Porsche, VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh und dessen Vize Stephan Wolf. Der innerste VW-Machtzirkel bestätigte am Donnerstag die bereits vor Wochen getroffene Entscheidung, dass der bisherige Finanzchef Pötsch an die Spitze des Kontrollgremiums rücken soll. Der 64-Jährige soll nun von einem Registergericht als Aufsichtsrat bestellt werden - anschließend soll ihn das Gremium zum Vorsitzenden wählen.

In Konzernkreisen war zuvor Kritik laut geworden, weil Pötsch in seiner neuen Rolle die Aufklärung des Dieselskandals beaufsichtigen soll - für den er in seiner Zeit als VW-Vorstand aber möglicherweise eine Mitschuld tragen könne, wie es hieß. Auch vonseiten des Landes Niedersachsen soll es Klärungsbedarf wegen der möglichen Verwicklungen von Pötsch in die Abgas-Krise gegeben haben. Die Familien Porsche und Piëch als VW-Miteigentümer dagegen betonten, sie stünden unverändert hinter Pötsch als künftigem Chef des Kontrollgremiums.

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