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Reaktion auf Skandal: Produktion gedrosselt

VW Reaktion auf Skandal: Produktion gedrosselt

Volkswagen zieht weitere Konsequenzen aus dem Abgas-Skandal: Die Motorenproduktion am Standort Salzgitter wird gedrosselt. Außerdem hat die Finanztochter Volkswagen Financial Services einen Einstellungsstopp bis Jahresende verhängt.

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Quelle: afp

Wolfsburg/Salzgitter. Volkswagen fährt im Motorenwerk Salzgitter angesichts des Abgas-Skandals die Produktion etwas zurück. Eine Sonderschicht pro Woche sei vorsorglich abgesagt worden, sagte eine Werkssprecherin am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht der "Wolfsburger Allgemeinen". Das Image von Europas größtem Autobauer hat aufgrund manipulierter Diesel-Abgaswerte erheblich gelitten. Das könnte sich auch auf den Absatz niederschlagen. In Salzgitter, nach Konzernangaben eines der größten Motorenwerke der Welt, werden täglich rund 7100 Otto- und Dieselmotoren hergestellt. In dem Werk arbeiten rund 7000 Mitarbeiter.

Einstellungsstopp bei Finanztochter

Wegen des Abgas-Skandals hat die VW-Finanztochter Volkswagen Financial Services bis zum Jahresende einen Einstellungsstopp verhängt. "Bereits mündlich gegebene Zusagen für Stellenbesetzungen sind davon aber unberührt", sagte Sprecher Stefan Voges am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte bereit die "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" darüber berichtet. Ebenfalls sollen alle in diesem Jahr auslaufenden Verträge von Werkstudenten und Zeitarbeitern zunächst nicht verlängert werden. Nach dpa-Informationen sind knapp 30 Zeitverträge betroffen. Am Dienstag waren die Mitarbeiter der VW-Finanztochter mit Sitz in Braunschweig auf einer Betriebsversammlung über die Maßnahmen informiert worden. Ob der Einstellungsstopp zum Jahreswechsel beendet oder aber verlängert werde, sei noch nicht entschieden.

Schäuble erwartet strukturelle Änderungen bei VW

Am Morgen hatte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem außer der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung weitere 29 Tageszeitungen angehören, gesagt, dass er nach dem Abgas-Skandal gravierende strukturelle Veränderungen bei Volkswagen erwarte. „VW wird am Ende nicht mehr das sein, was es war. Da wird sich strukturell viel ändern.“ Allerdings glaubt er nicht, dass der Skandal dem Wirtschafts- und Finanzstandort Deutschland schaden werde.

Präsidium des Aufsichtsrates tagt

In der Konzernzentrale in Wolfsburg will sich am späten Nachmittag das Präsidium des Aufsichtsrates erneut zu einer Krisensitzung treffen. Dabei will das fünfköpfige Gremium unter anderem über einen Zwischenbericht zu der Affäre sprechen. Demnach fiel die Entscheidung zum Einbau der manipulierten Software bereits in den Jahren 2005 und 2006, und zwar in der Motorenentwicklung in der VW-Zentrale. Noch unklar ist, ob im Anschluss an die Sitzung mit einer Erklärung zu rechnen ist.

Darüber hinaus soll es bei dem Treffen auch um weitere Personalentscheidungen gehen. Nach dpa-Informationen wird das Präsidium insbesondere über die Zukunft des bisherigen VW-Finanzchefs Hans Dieter Pötsch beraten. Anfang September hatte das Präsidium Pötsch noch einstimmig als Nachfolger von Ferdinand Piëch an der Spitze des Aufsichtsrates vorgeschlagen. Der langjährige VW-Patriarch Piëch hatte im Frühjahr einen internen Machtkampf mit Winterkorn verloren und war zurückgetreten. Seitdem hat den Posten übergangsweise der frühere IG-Metall-Chef Berthold Huber inne.

dpa/r

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