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Aerodata macht die Landung sicherer

Flugvermessungssystem Aerodata macht die Landung sicherer

Aerodata macht mit ihren Flugvermessungssystemen das Fliegen sicherer, vor allem die Landung - den schwierigsten Teil eines Fluges.

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Aerodata macht die Landung sicherer.

Quelle: ap (Symbolbild)

Aerodata macht das Fliegen sicherer, vor allem die Landung. Und das ist der schwierigste Teil eines Fluges. Auf allen großen Flughäfen der Welt werden die Instrumentenlandesysteme (ILS) mit der Elektronik des Braunschweiger High-Tech-Unternehmens Aerodata AG regelmäßig inspiziert und getestet.

Aerodata verkauft seine Flugvermessungssysteme vor allem an nationale Luftfahrtbehörden, Flugsicherungen oder Luftwaffen. Seit kurzem liefert das Unternehmen, das von Forschern der Technischen Universität Braunschweig gegründet worden ist, auch schlüsselfertige und mit Mess-Elektronik voll ausgerüstete Spezialflugzeuge. Diese entstehen in enger Zusammenarbeit mit dem führenden Flugzeughersteller Hawker Beechcraft. „Unsere Vermessungssysteme werden derzeit in mehr als 70 Ländern eingesetzt, wir haben einen Weltmarktanteil von 70 Prozent“, berichtet Vorstandschef Hans J. Stahl.

Ohne ILS wird auf keinem größeren Flughafen mehr gelandet. Dabei werden die Maschinen mehrere Kilometer auf einem Funk-Gleitpfad zur Landung geführt. Mit einem zweiten Funksignal wird ständig die Position des Flugzeuges ermittelt. Die Abweichungen vom Gleitpfad sieht der Pilot auf einem Display im Cockpit. Danach korrigiert er den Kurs der Maschine - oder der Autopilot. Denn die weitaus meisten Landungen laufen heutzutage bei guten Sichtverhältnissen automatisch ab.

„Unsere Systeme vergleichen bei einem Test-Anflug eines Messflugzeuges die ILS-Signale mit eigenen, noch viel präziseren Satelliten-Positionsdaten, die bis auf einen Zentimeter genau sind“, erläutert Stahl. Gibt es deutliche Abweichungen, muss das Instrumentenlandesystem verändert werden. Solche Tests müssen zweimal im Jahr für jede einzelne Landebahn eines Flughafens vorgenommen werden. Dabei werden die ILS jeweils mit mehreren Testanflügen, auch nachts, überprüft.

In einem zweiten Geschäftsfeld rüstet Aerodata Hubschrauber und Kleinflugzeuge etwa der Polizei oder des Militärs mit Überwachungselektronik aus. Was Sensoren, Kameras oder Funkpeiler während eines Fluges erfassen, wird sofort für die Flugzeugbesatzung ausgewertet und sichtbar gemacht. Solche Systeme können zur Grenz- und Küstenüberwachung eingesetzt werden, aber auch zur Kontrolle von Öl- und Gaspipelines aus der Luft, zur Seenotrettung oder zur Umweltüberwachung.

So wurden jüngst 19 Hubschrauber der Bundespolizei mit solchen Überwachungssystemen ausgerüstet oder ein Militärflugzeug auf Malta. Das soll die Küste des Inselstaates, der nicht weit vor Afrika liegt, überwachen und vor allem Bootsflüchtlinge rechtzeitig entdecken. Es wird aber auch im Kampf gegen Schmuggel und Drogenhandel eingesetzt.

„Wir arbeiten auf einem stabilen und noch wachsenden Markt“, fasst Stahl zusammen: „Der Luftverkehr wird weiter zunehmen, es wird mehr Start- und Landebahnen geben. Beim Thema Sicherheit wird sicher in der Luftfahrt zuletzt gespart.“ Und auch das Überwachungsgeschäft wird - schon politisch bedingt - noch zunehmen.

2009 setzte das Unternehmen 30 Millionen Euro um, 85 Prozent davon entfallen aufs Auslandsgeschäft. Aerodata hat fünf Tochtergesellschaften im Ausland. In Braunschweig werden 120 hoch spezialisierte Mitarbeiter beschäftigt. Die Geschäftslage sei derzeit gut, die Aufträge reichten für anderthalb Jahre, sagt Stahl. „Von der Wirtschaftskrise haben wir bisher nichts mitbekommen.“

Aerodata im Internet

lni

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