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Ärzte erhalten deutlich höhere Honorare

14.000 Mediziner in Niedersachsen Ärzte erhalten deutlich höhere Honorare

Mehr Geld für niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Niedersachsen: Die Honorare der rund 14.000 Mediziner sind deutlich gestiegen. Nachdem sie im vorigen Jahr ein Plus von insgesamt 4,2 Prozent verzeichnen konnten, betrug der Zuwachs im zweiten Quartal 2016 rund 6 Prozent.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Die Honorare der rund 14.000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Niedersachsen sind deutlich gestiegen. Nachdem die Mediziner im vorigen Jahr ein Plus von insgesamt 4,2 Prozent verzeichnen konnten, betrug der Zuwachs im zweiten Quartal 2016 rund 6 Prozent. An der Spitze lagen die Psychotherapeuten mit einem Zuwachs von fast 14 Prozent. Die Nachfrage sei in diesem Bereich „geradezu explodiert“, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) mit.

Bei der Standesorganisation beobachtet man seit Jahren einen kontinuierlichen Anstieg der Behandlungsfälle. Zwischen April und Juni sei dieser mit einem Plus von 4 Prozent überproportional hoch ausgefallen, sagte ein KVN-Sprecher. Hinzu kommt, dass die Sitzungen der Psychotherapeuten von den Krankenkassen inzwischen besser entlohnt werden.

Dies gilt auch für andere Bereiche: Die Mediziner können insgesamt immer mehr Leistungen zu festen Preisen abrechnen. Bei einem Drittel der Honorarsumme gibt es heute keine Begrenzung der bezahlten Leistungen mehr. Der KVN-Vorstand führt das überwiegend auf die Strategie zurück, dass Ärzte für eine begrenzte Vergütung entsprechend weniger arbeiten. Wenn die Kassen für ihre Versicherten bessere Leistungen wollen, sollen sie dafür extra zahlen.

Dazu sind sie offenbar zunehmend bereit - zumal auch der Gesetzgeber die Honorarpolitik der Kassenärzte unterstützt. In Niedersachsen hat die KVN neben sogenannten hausarztzentrierten Versorgungsverträgen und weiteren Sonderverträgen zuletzt noch einen eigenen Geriatrievertrag geschlossen. Die Kollegen seien aber nicht zulasten ihrer Patienten kürzergetreten, hieß es bei der KVN: „Im zweiten Quartal wurden rund 1,2 Millionen Stunden ohne beziehungsweise mit abgestaffelter Bezahlung geleistet.“

Die Ersatzkassen finden den starken Anstieg der Leistungen, die Ärzte zusätzlich zum vereinbarten Budget ohne jede Beschränkung abrechnen dürfen, dennoch fragwürdig. „Uns fällt auf, dass genau solche Leistungen dann auch besonders stark zunehmen“, sagte der Leiter von deren Landesvertretung, Jörg Niemann. Es sei zweifelhaft, ob das nur mit einem rapide gestiegenen medizinischen Bedarf zusammenhänge. „Die Ärzte ernten hier die Früchte ihrer Lobbyarbeit.“

Die AOK Niedersachsen sieht den Honoraranstieg weniger kritisch. Die Mediziner hätten für ihre höheren Einnahmen auch mehr gearbeitet, hieß es. Bezogen auf jeden Arztbesuch habe sich das Honorar zuletzt um weniger als ein Prozent erhöht. Die Kassen investierten zudem gezielt in die Verbesserung der Versorgung - etwa in Früherkennungsuntersuchungen und Impfungen, sagte ein AOK-Sprecher.

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