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Niedersachsen Niedersachsens Wirtschaft
 rechnet mit 60.000 neuen Jobs
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 rechnet mit 60.000 neuen Jobs
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00:16 17.07.2017
Quelle: dpa/Symbolbild

Die Stimmung in der niedersächsischen Wirtschaft wird immer besser. Nach einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern (IHKN) unter 1700 Betrieben im Land ist die Zufriedenheit mit der aktuellen Geschäftslage so gut wie zuletzt im Jahr 2000. „Wir erwarten, dass in diesem Jahr 60.000 neue Stellen entstehen“, sagte Hauptgeschäftsführer Horst Schrage am Freitag in Hannover. Seit 2010 seien in Niedersachsen bereits 400.000 Arbeitsplätze entstanden.

Vollbeschäftigung in Sicht

Diese Zuversicht teilt die Bundesagentur für Arbeit. „Besonders gut profitiert von der positiven Entwicklung hat die Region Hannover, aber auch der Bereich Hameln-Pyrmont“, sagte Landeschefin Bärbel Höltzen-Schoh. Derzeit seien in Niedersachsen 250.000 Arbeitslose registriert. Das entspreche einer Quote von 5,6 Prozent, die voraussichtlich weiter sinken werde. In einigen Teilen des Landes herrsche Vollbeschäftigung, sagte Höltzen-Schoh. Im vergangenen Jahr waren durchschnittlich 6 Prozent der Niedersachsen ohne Arbeit.

Der Konjunkturindikator der IHKN legte zwischen April und Ende Juni auf 120 Punkte zu – das ist der höchste Stand seit drei Jahren. 43 Prozent der Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Lage als gut, nur 7 Prozent sind mit dem Gang der Geschäfte unzufrieden.Getragen wird der Aufschwung vor allem von der Industrie, die zum dritten Mal nacheinander über steigende Aufträge berichtete. Der Orderbestand sei aktuell so hoch wie letztmals in den Boomzeiten im Zuge der Deutschen Einheit.

Gute Rahmenbedingungen für Investitionen

„Die Rahmenbedingungen sind derzeit wie gemalt“, sagte Schrage. Die Weltwirtschaft und insbesondere der für den Mittelstand wichtige Euro-Raum erhole sich, während der Ölpreis und die Zinsen auf niedrigem Niveau verharrten – wegen steigender Löhne ziehe überdies die Nachfrage aus dem Inland an. Das kurbelt auch die Investitionen an: Fast jedes dritte Unternehmen will seine Kapazitäten erneuern oder ausbauen, nur 13  Prozent planen Kürzungen.

Auch die Erwartungen an den Export haben sich zum dritten Mal in Folge erhöht. Die Entwicklungen in der Türkei, in Großbritannien und den USA beobachtet jeder fünfte Betrieb jedoch kritisch. Bei den IHKN glaubt man aber nicht, dass sich die Kritik an den hohen deutschen Handelsüberschüssen negativ auf die Ausfuhren auswirke. „Unsere Importe steigen bereits“, sagte Schrage. „In wenigen Jahren wird das Problem in dieser Form nicht mehr gegeben sein.“

Mit größerer Sorge sehen die Firmen den Fachkräftemangel: Für mehr als die Hälfte der befragten Betriebe ist er mittlerweile das dringendste Problem. „Inzwischen müssen sich die Firmen bei Auszubildenden und Facharbeitern bewerben – und nicht umgekehrt“, sagte Schrage. Bis zum Jahr 2030 werde die Zahl der Akademiker um 1,7 Millionen steigen, die der Fachkräfte jedoch um 2,9 Millionen sinken.     

Von Jens Heitmann 
und Heiko Randermann

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