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Agentur rechnet mit stabilem Arbeitsmarkt in Niedersachsen

Arbeitslosigkeit Agentur rechnet mit stabilem Arbeitsmarkt in Niedersachsen

Der Arbeitsmarkt in Niedersachsen und Bremen hat wirtschaftlichen Turbulenzen bislang getrotzt. Problemen in Europa stand eine stabile Nachfrage im Inland gegenüber. Reicht das aber im angelaufenden Jahr aus, um einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern?

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Um den Fachkräftemangel zu bekämpfen, will die Agentur junge Arbeitslose ohne Berufsabschluss nachträglich qualifizieren.

Quelle: dpa

Hannover. Trotz unklarer Wirtschaftslage wird die Arbeitslosigkeit in Niedersachsen und Bremen in diesem Jahr voraussichtlich stagnieren. Zwar halte er einen weiteren Rückgang für möglich, die Prognosen deuteten aber eher auf einen leichten Anstieg hin, sagte der Chef der Arbeitsagentur in Niedersachsen und Bremen, Klaus Stietenroth, am Mittwoch. Er gehe im Jahresdurchschnitt von einer Arbeitslosigkeit auf dem Niveau von 2012 aus, das in Niedersachsen bei 6,6 und in Bremen bei 11,2 Prozent lag.

Durch die wirtschaftliche Schieflage in Europa gerate die Automobilbranche, der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Logistik unter Druck, meinte der Arbeitsagenturchef. Schwer einzuschätzen sei die weitere Entwicklung der Offshore-Windkraftbranche, die sich für Niedersachsen und Bremen zu einem wichtigen Beschäftigungsmotor entwickelt habe. Eine Stütze seien die Nachfrage in der Baubranche sowie der private Konsum. Beide Bereiche hatten sich zuletzt als stabil erwiesen.

Um den Fachkräftemangel zu bekämpfen, will die Agentur junge Arbeitslose ohne Berufsabschluss nachträglich qualifizieren. Dafür seien Umschulungen und Ausbildungen in Betrieben geplant, von denen insgesamt gut 35 000 Menschen in beiden Ländern profitieren könnten, sagte Stietenroth. „Wir wollen 2013 ganz gezielt nutzen, um einen Beitrag zur Fachkräftesicherung zu leisten.“

Betriebe sollten bei der Qualifizierungskampagne jüngere Menschen schulen und idealerweise dann im Anschluss auch als feste Arbeitskraft übernehmen. Zum Abschluss des zweijährigen Programms 2015 habe die Konjunktur voraussichtlich auch wieder Fahrt aufgenommen, so dass die Jobaussichten für die frischgebackenen Fachkräfte gut seien. Zuschüsse erhalten die Betriebe für die Qualifizierung nicht, den Betroffenen aber wird das Arbeitslosengeld weitergezahlt und es gibt Erstattungen etwa von Fahrtkosten.

dpa

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