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Niedersachsen Air Berlin schließt Station in Hannover
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Air Berlin schließt Station in Hannover
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00:15 05.02.2014
Von Jens Heitmann
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Im Zuge seines Sparprogramms will Air Berlin offenbar jede dritte Flughafenstation in Deutschland schließen – darunter auch die in Hannover. Nach HAZ-Informationen stehen auch die Basen in Münster, Dortmund, Dresden und Erfurt vor dem Aus. In der kommenden Woche will die Gesellschaft mehrere Hundert Mitarbeiter über Details informieren. Von den insgesamt 15 Stationen würden „einige größer, einige kleiner und auch einige geschlossen“, sagte ein Unternehmenssprecher. Möglich werde dies „durch eine Optimierung des Netzwerks und Standortoptimierungen“. Details wollte er nicht nennen.

Air Berlin steckt seit Längerem in der Krise. Um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen, hat sich die Gesellschaft eine Rosskur verordnet: Der Streckenplan wird ausgedünnt, Flugzeuge stehen zum Verkauf und jede zehnte der 9000 Stellen soll wegfallen. Insgesamt will Air Berlin bis Ende 2014 die Kosten um insgesamt 400 Millionen Euro senken. Bisher halten die Gesellschaft die Zuschüsse ihres Großaktionärs Etihad aus Abu Dhabi am Leben. Schon vor einem Jahr hatte Air Berlin die Zukunft etlicher Stationen infrage gestellt.

In Hannover beschäftigt die Gesellschaft nach Angaben aus Gewerkschaftskreisen in Cockpit und Kabine an die 100 Mitarbeiter. Wegen der angekündigten Umstrukturierung hätten in den vergangenen Monaten bereits etliche Beschäftigte das Unternehmen verlassen.

Dem Vernehmen nach hat Air Berlin die Zahl der „eigenen“ Flüge ab Hannover bereits deutlich verringert. Es würden vor allem Maschinen eingesetzt, die vom Partner TUIfly mitsamt der Besatzung gemietet seien, hieß es. Insgesamt sind 14 TUIfly-Flugzeuge für Air Berlin unterwegs. Wegen der hohen Leasing-Kosten ist man in Berlin über diesen Vertrag nicht mehr glücklich – er läuft mit Optionen aber noch 15 Jahre.

Nach Angaben von Air Berlin hat die Verkleinerung oder Schließung von Standorten keinen Einfluss auf das Flugangebot. Allerdings hat die Gesellschaft von Hannover aus angeflogene Ziele bereits in der Vergangenheit verringert. Zuletzt fielen Flüge nach München und Zürich aus dem Programm. Welche Folgen die geplante Standortschließung für die Beschäftigten hat, sei noch unklar, hieß es in Gewerkschaftskreisen. Mit einem Personalabbau in großem Maßstab sei eher nicht zu rechnen. Piloten und die Mitarbeiter in der Kabine müssten sich aber auf Umzüge oder weitere Anreisen einstellen.

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