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Aus für Carsharing-Projekt Quicar von VW

Greenwheels kommt Aus für Carsharing-Projekt Quicar von VW

Aus für das Carsharing-Projekt Quicar von VW: Nach nur knapp viereinhalb Jahren zieht sich Volkswagen wieder mit einem eigenen Angebot aus dem hartumkämpften Carsharing-Markt zurück. In Hannover können Kunden nun zu Greenwheels wechseln.

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Vollbremsung: VW beendet das Carsharing-Projekt Quicar.

Quelle: Archiv

Hannover. Volkswagen beendet seine hannoverschen Teilauto-Versuche und reicht den Anbieter Quicar an seine niederländische Tochter Greenwheels weiter. Nach mehr als vier Jahren Projektdauer habe man genug operative Erfahrungen gesammelt, sagte der Chef von VW Leasing, Gerhard Künne. Nun sei es Zeit, das Carsharing bei Greenwheels zu bündeln. „Wir wollen ein Geschäftsmodell aufbauen, mit dem man Geld verdienen kann.“

Das war bei Quicar zweifelsohne nicht der Fall. Das Ende 2011 mit großem Orchester gestartete Projekt sollte mit mehr als 100 Stationen und 200 VW Golf um die Hannoveraner werben. Nach vier Jahren sind noch 130 Autos unterwegs, die sich auf 70 Stationen in der Region aufteilen. Von den 12 000 Kunden, die sich für Quicar angemeldet haben, nutzte nur jeder dritte das Angebot regelmäßig. Die Autos waren im Schnitt 11 Prozent der Zeit in Benutzung. Die Schwelle zur Profitabilität liegt bei 15 Prozent.

Am 16. November startet in Hannover der Kurzzeit-Vermietungsservice "Quicar" von Volkswagen. Das Carsharing-Projekt wurde an diesem Mittwoch in der niedersächsischen Landeshauptstadt vorgestellt.

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Künne zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Projekt. Man habe viel dazugelernt – etwa, dass die eigentlich avisierte Zielgruppe der Studenten Teilautos kaum nutzt. Ihnen reichten in der Regel Busse und Bahnen, die sie mit dem Semesterticket ohnehin nutzen könnten. Zu den wichtigsten Kundengruppen hätten die über-30-jährigen Städter gezählt, die bewusst auf ein Auto verzichteten, sowie Geschäftsleute auf Reisen.

Zum 1. April soll Greenwheels die Regie in Hannover übernehmen. Zu dem Tag wechselt der komplette Fuhrpark. Die VW-Golf TDI von Quicar – übrigens alle mit der abgasoptimierenden „Schummel-Software“ ausgestattet – verschwinden. Sie werden durch knallrote VW Up und Golf Variant mit Benzin-Motor ersetzt. Greenwheels plant zudem konservativer als der Mutterkonzern: mit 80 Autos an 60 Stationen. „Wir wollen erst einmal solide starten“, sagte Greenwheels-Chef Alexander Hinz.

Auch die Preispolitik ändert sich. Greenwheels arbeitet mit einer Mischkalkulation aus Stundenpauschale und gefahrenem Kilometer. Quicar hatte pro Minute abgerechnet. Je nach Nutzerprofil kann das neue Preismodell günstiger oder teurer sein als das alte. Quicar will die Kunden anschreiben und zum Wechsel zu Greenwheels mit einem 25-Euro-Guthaben ermuntern. Die Tochter kommt insgesamt auf 1400 Stationen und 2000 Fahrzeuge in den Niederlanden und Deutschland und gilt als einer der wenigen profitablen Carsharing-Anbieter.

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Carsharing-Projekt in Hannover

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