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VW übernimmt 800 Leiharbeiter in Hannover

Personalaufbau VW übernimmt 800 Leiharbeiter in Hannover

Der Volkswagen-Standort Hannover steht vor dem größten Personalaufbau seit Jahren. Nach HAZ-Informationen sind sich Betriebsrat und Management im Grundsatz einig darüber, insgesamt rund 800 Leiharbeiter in die Stammbelegschaft zu übernehmen. 

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Gute Neuigkeiten: Das VW-Werk in Hannover übernimmt 800 Leiharbeiter. 

Quelle: dpa (Archiv)

Hannover. Gut 330 von ihnen haben den Vertrag bereits in der Tasche, der Rest soll in den kommenden Monaten bis einschließlich Januar 2015 folgen.

Grund ist die gute Auftragslage am Standort, der vor allem den VW Transporter mit seinen unzähligen Varianten produziert. Der Klassiker, dessen fünfte Generation sich dem Ende ihres Lebenszyklus nähert, profitiert von einer sich erholenden Autonachfrage in Europa. Schon seit Monaten fährt das Werk sonnabends Sonderschichten. Sie sind zunächst bis zum Beginn der Werksferien Anfang August vereinbart.

Unlängst hatte VW Nutzfahrzeuge (VWN) von einer „spürbaren Konjunkturerholung in den westeuropäischen Fahrzeugmärkten“ gesprochen. Hier lagen die Auslieferungen der Marke in den ersten fünf Monaten des Jahres
6,2 Prozent über denen des Vorjahres. Davon profitieren vor allem Hannover und der zweite VWN-Standort im polnischen Posen. „Unsere Werke produzieren mit voller Kraft“, sagte Vertriebschef Bram Schot.

Die Marktlage macht es Betriebsrat und Management vergleichsweise leicht, die Beschäftigten zu übernehmen. Bei VW ist tariflich geregelt, dass der Konzern Leiharbeiter – die in der Regel von der Tochter Autovision kommen – nur
36 Monate am Stück am gleichen Standort beschäftigen darf. Danach muss er sie entweder „abbestellen“ oder in eine Festanstellung übernehmen.

In den vergangenen Jahren ist fast immer Letzteres der Fall gewesen. Seit 2010 wurden in den deutschen Werken gut 8000 Beschäftigte übernommen. Allein im Juni und Juli sind es bundesweit 1600. Auch in Hannover erreichen in diesem Jahr viele Leiharbeiter die 36-Monats-Grenze: 330 in den Monaten Mai bis Juli, hier sind die Verträge bereits unterschrieben. Weitere 350 sollen im August und September und nochmals 120 im Dezember und Januar folgen. Ihre Übernahme gilt intern als Formsache, da der Konzern sie schlecht „abbestellen“ und gleichzeitig Sonderschichten fahren könne, heißt es aus dem Unternehmen. Ein VWN-Sprecher sagte dazu: „Die Auftragslage ist sehr positiv, der Personalbedarf ist da.“

Insgesamt arbeiten fast 14.500 Menschen in Hannover-Stöcken. Sie bauen neben dem Transporter auch den Pritschenwagen Amarok und lackierte Karossen des Porsche Panamera, die per Zug ins Leipziger Werk des Sportwagenbauers zur Endmontage geschickt werden. Gleichzeitig fungiert der Standort als interner Zulieferer, produziert etwa Zylinderköpfe, Wärmetauscher oder Sitze für die Autos des Konzerns.

Der Standort befindet sich im Wandel. Nach 2016 übernimmt Leipzig die komplette Panamera-Fertigung. Im Gegenzug soll das Stöckener Werk künftig den VW Tiguan bauen. Der Geländewagen auf Golf-Basis wird dafür halb fertig von Wolfsburg nach Hannover verschifft. Gleichzeitig bereitet sich das Werk auf die sechste Transporter-Generation vor. Die konzerninterne Fünfjahresplanung sieht für den Standort Investitionen von 2,6 Milliarden Euro vor.

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