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Niedersachsen Bald Hunderttausende Jobs im Land überflüssig?
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Bald Hunderttausende Jobs im Land überflüssig?
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00:15 03.12.2016
Von Lars Ruzic
Schweißroboter in einer Autofabrik. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Nach der Studie könnten schon heute die Aufgaben von 1,1 Millionen Beschäftigten mehrheitlich von Computern oder computergesteuerten Maschinen übernommen werden. Das entspricht zwei von fünf Arbeitsplätzen in Niedersachsen. Bei mehr als 400. 000 Stellen oder jedem siebten Job sehen die IAB-Wissenschaftler sogar einen Anteil von 70 Prozent, den „Kollege Computer“ ebenfalls bewältigen könnte.

„In Zukunft werden zwar kaum ganze Berufe, wohl aber in einem Berufsfeld einzelne Tätigkeiten ersetzbar sein“, sagte Klaus Stietenroth, Chef der niedersächsischen Arbeitsagentur-Regionaldirektion. Auch sei längst nicht ausgemacht, dass Jobs wegfielen, wenn sie mehrheitlich von Computer oder Maschine erledigt werden könnten. Oft rechne sich der Austausch gar nicht. Generell gefährde die Digitalisierung eher stark auf Routinen basierende Tätigkeiten als etwa kreative Jobs.

Zudem seien Produktionsberufe stärker betroffen als Dienstleistungsbeschäftigte. Das IAB sieht beispielsweise bei Metallberufen ein Potenzial von 75 Prozent der Tätigkeiten eines Beschäftigten, die automatisiert werden könnten. Bei Lehrern und Erziehern liegt der Wert dagegen nahe Null. Doch kommen die Wissenschaftler auch zu überraschenden Erkenntnissen – etwa, dass im kaufmännischen Bereich viele Aufgaben durch IT und digitale Helfer bewältigt werden könnten, etwa in der Verwaltung oder im Finanzsektor, wo das IAB jeweils ein „Substituierbarkeitspotenzial“ von mehr als 50 Prozent ausgemacht hat.

Nach Ansicht der Wissenschaftler werden Computer oder Roboter dem Menschen erst gefährlich, wenn sie mehr als 70 Prozent der Aufgaben übernehmen können. Dies ist in Niedersachsen bei 15 Prozent der Jobs der Fall. Das Land liegt damit im Bundesschnitt. Weit niedriger ist der Wert in der Metropole Berlin mit 8 Prozent, am höchsten im noch stark industrieabhängigen Saarland mit mehr als 20 Prozent.

Mit Blick auf die niedersächsischen Städte und Landkreise zeigt sich ein ähnliches Bild. In der Region Hannover, die viele höherqualifizierte und kreative Jobs beheimatet, ist das Austauschpotenzial mit rund 12 Prozent aller Jobs besonders niedrig. Mehr als doppelt so hoch liegen die Werte bei den beiden Industriezentren des Landes, Wolfsburg (25 Prozent) und Salzgitter (27 Prozent). Aber auch in den landschaftlich geprägten Landkreisen Vechta (24 Prozent) und Wesermarsch (23 Prozent) sehen die Wissenschaftler ein stärkeres Digitalisierungspotenzial. Grund: Die Nahrungsmittelindustrie setzt an vielen Stellen billige Arbeitskräfte für Aufgaben ein, die auch Maschinen machen könnten.

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