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Baugewerbe sorgt für Wachstum in Niedersachsen

Ifo-Index Baugewerbe sorgt für Wachstum in Niedersachsen

Die deutsche Wirtschaft hat die Sommerflaute hinter sich gelassen. Überraschend stark ist das wichtigste Stimmungsbarometer des Landes im September gestiegen: Der Ifo-Index legte um 3,2 auf 109,5 Punkte zu. In Niedersachsen sieht es nicht ganz so gut aus: Das Land leidet unter den Sparplänen von VW.

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Quelle: Symbolbild

Hannover. Die Geschäftsaussichten der Unternehmen - rund 7000 befragt das Münchner Ifo-Institut monatlich - haben sich spürbar aufgehellt. „Die deutsche Wirtschaft erwartet einen goldenen Herbst“, sagte Ifo-Chef Clemens Fuest.

Die Aufträge für die Industrie hätten deutlich zugelegt. Die Firmen rechneten wieder mit mehr Exporten und hätten ihre Produktionspläne nach oben korrigiert, sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe. Der Schock des Brexit-Votums in Großbritannien sei offensichtlich verdaut, und von Unsicherheit vor der US-Präsidentenwahl im November sei nichts zu spüren. Die Geschäftserwartungen der Industrieunternehmen hätten sich so stark verbessert wie zuletzt nach der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009.

Ob das auch für die Industrie in Niedersachsen gilt, ist noch unklar. Bisher ist das Jahr für sie schlechter verlaufen als für Unternehmen in anderen Bundesländern. Das verarbeitende Gewerbe sei im ersten Halbjahr nicht über eine Stagnation hinausgekommen, teilte das Landesamt für Statistik mit. Dies bremste die Entwicklung der gesamten Wirtschaft im Bundesland.

Unterm Strich verzeichnete Niedersachsen in den ersten sechs Monaten ein preisbereinigtes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,7 Prozent - und liegt weit unter dem Bundesschnitt von 2,3 Prozent. Nur das Saarland steht mit einem Plus von 1,5 Prozent noch schlechter da. Bayerns Wirtschaftskraft wuchs mit 3,3 Prozent fast doppelt so stark wie die Niedersachsens.

Die Industrie zwischen Ems und Elbe leidet unter den Folgen der Sparpläne von Volkswagen - vor allem die Zulieferer sind betroffen. Gleichzeitig blieb auch die Stahlkrise nicht ohne Auswirkungen für das Land. Deutlich bessere Geschäfte machten dagegen die Bauwirtschaft (plus 2,6 Prozent) und der Einzelhandel (plus 2,3 Prozent).

Hier stehen auch bundesweit die Zeichen weiter auf Aufschwung. „Die Geschäfte laufen“, sagte Ifo-Experte Wohlrabe. Die Löhne sind gestiegen, die Beschäftigungsperspektiven sind gut - dies beflügelt den Konsum. Das Bauhauptgewerbe setzt seinen Höhenflug fort. „Die Einschätzungen der aktuellen Lage waren noch nie so gut. Für die kommenden Monate rechnen die Unternehmen sogar mit einer weiteren Verbesserung“, sagte Fuest. Staat, Firmen und Privatleute bauten, erklärten die Wirtschaftsforscher. Für Flüchtlinge werde Wohnraum gebraucht, und angesichts der Nullzinsen legten Investoren Geld weiterhin in „Betongold“ an.

Von Lars Ruzic und Roland Losch

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