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Führungswechsel bei Osnabrücker Spedition

Standorte in Lehrte und Langenhagen Führungswechsel bei Osnabrücker Spedition

Der Osnabrücker Logistikkonzern Hellmann richtet sich neu aus und wird künftig von einem familienfremden Manager geführt. Neuer Sprecher des Vorstandes ist Thomas Knecht. Der 42-Jährige war zuvor Restrukturierungsexperte bei den Beratern von Roland Berger und gehört bereits seit November 2015 dem Führungsgremium an.

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22.07.2016: LKW fahren bei der Spedition Hellmann in Lehrte auf den Hof.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Ziel des Umbaus sei „die weltweite Neustrukturierung der Geschäftsbereiche Luft- und Seefracht, Landverkehre und Kontraktlogistik mit einer damit verbundenen Optimierung der Kunden- und Lieferprozesse und einer nachhaltigen Ergebnissteigerung“, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Carl Heinrich Hellmann hat die Spedition 1871 als Ein-Mann-Unternehmen gegründet, das Güter mit Pferdefuhrwerken beförderte. Inzwischen setzt der Konzern rund 3 Milliarden Euro im Jahr um, ist mit 244 Niederlassungen in
56 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit 12 500 Mitarbeiter, knapp ein Drittel davon in Deutschland. In der Region Hannover betreibt Hellmann Standorte in Lehrte und am Flughafen in Langenhagen mit zusammen 361 Mitarbeitern. In vierter Generation führten zuletzt Jost und Klaus Hellmann die Geschäfte – sie gehörten als Gesellschafter auch weiterhin dem Vorstand an, teilte das Unternehmen gestern mit.

Der Anstoß zum Umbau des Konzerns sei von der Familie ausgegangen, sagte eine Unternehmenssprecherin. Einem Bericht des „Manager-Magazins“ zufolge sollen hingegen vornehmlich die Banken auf Veränderungen gedrungen haben. Hellmann drückten „Schulden von mehreren Hundert Millionen Euro“, berichtete das Magazin. Der Konzern habe mehrmals gegen Kreditbedingungen verstoßen. Deshalb zögen hinter den Kulissen schon länger die Gläubiger unter Führung von Deutscher Bank und Commerzbank die Strippen, hieß es.

Dieser Darstellung widerspricht Hellmann jedoch. „Dem Unternehmen geht es gut“, sagte die Sprecherin. Allerdings sei es im Konzern über viele Jahre vornehmlich um das Wachstum gegangen. Bisher habe man dies nach Ländern organisiert – künftig sei eine Aufteilung in Sparten geplant: „Wir modernisieren das jetzt und müssen effizienter werden.“ Schließungen von Standorten seien kein Thema: „Wir haben sehr loyale Kunden.“ Ob Hellmann aktuell schwarze oder rote Zahlen schreibt, will das Unternehmen nicht verraten. Die finanziellen Verbindlichkeiten sollen bei rund 100 Millionen Euro liegen, heißt es in Osnabrück.

Im operativen Geschäft verliert die Familie an Einfluss. „Wir Grauhaarigen stehen zur Seite und beraten“, wird der 63-jährige Jost Hellmann im „Manager-Magazin“ zitiert. Das Verhältnis zu seinem vier Jahre älteren Vetter Klaus ist offenbar schon seit längerer Zeit getrübt. Letzterer residiert am Stammsitz in Osnabrück und war bisher für den europäischen Landverkehr zuständig. Sein Cousin Jost steuerte von Hamburg aus das internationale See- und Luftfrachtgeschäft.

Der Logistik-Konzern werde auch künftig ein familiengeführtes Unternehmen bleiben, betonte das Hellmann-Management. Auch der Wandel der Rechtsform von einer „GmbH & Co. KG“ zu einer „SE & Co. KG“ werde daran nichts ändern. Die Familienmitglieder wollen den Angaben zufolge die Kontrolle behalten – sollten Teile des Clans Anteile abgeben wollen, solle es Vorkaufsrechte untereinander geben, hieß es.

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