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"Das wird nicht ohne Schmerzen gehen"

VW-Chef Müller "Das wird nicht ohne Schmerzen gehen"

"Ich bin ganz offen: Das wird nicht ohne Schmerzen gehen". Der neue VW-Chef Matthias Müller kündigt eine strenge Haushaltsführung bei Europas größtem Autobauer an. Dennoch sind laut Betriebsratschef Bernd Osterloh aktuell keine Jobs bei Volkswagen gefährdet.

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Quelle: dpa

Wolfsburg. Die weltweite Abgas-Affäre bei Volkswagen gefährdet aktuell keine Jobs bei Europas größtem Autobauer. Dennoch hat der neue VW-Chef Matthias Müller eine strenge Haushaltsführung bei Europas größtem Autobauer angekündigt. "Deshalb stellen wir jetzt alle geplanten Investitionen noch mal auf den Prüfstand. Was nicht zwingend nötig ist, wird gestrichen oder geschoben", sagte Müller am Dienstag bei einer Betriebsversammlung im Wolfsburger VW-Stammwerk. Dazu zähle auch, dass das bereits von seinem Vorgänger Martin Winterkorn initiierte "Effizienzprogramm" nachjustiert werde.

"Ich bin ganz offen: Das wird nicht ohne Schmerzen gehen", betonte Müller. Volkswagen werde aber "alles daran setzen", auch in Zukunft für gute und sichere Arbeitsplätze zu stehen.

Der Konzernchef stellte klar, dass alle von den Manipulationen betroffenen Fahrzeuge technisch sicher und fahrbereit seien: "Zu keinem Zeitpunkt war die Sicherheit unserer Kunden gefährdet." Alle Euro-6-Dieselfahrzeuge würden die gesetzlichen Bestimmungen und Umweltvorgaben erfüllen. "Für Wolfsburg heißt das: Die Produktion kann weiterlaufen."

Auch Betriebsratschef Bernd Osterloh sieht aktuell keine Jobs bei Volkswagen gefährdet: "Derzeit, das ist die gute Nachricht, gibt es noch keine Konsequenzen für Arbeitsplätze."

Dies gelte sowohl für die Stammbelegschaft als auch für Leiharbeiter. "Und es gibt den festen Willen, dass wir alles tun werden, um die Beschäftigung zu sichern."

Osterloh betonte aber auch, dass das Ausmaß der Krise und die Folgen für den Weltkonzern auch zweieinhalb Wochen nach dem Bekanntwerden der Manipulationen von Diesel-Abgaswerten nicht abzusehen seien. Niemand könne sagen, wie die VW-Kunden auf den Skandal reagieren.

Nach Angaben des Betriebsrates besuchten mehr als 20 000 Mitarbeiter des Stammwerkes in Wolfsburg die außerordentliche Versammlung, bei der neben Osterloh auch der neue VW-Chef Matthias Müller zu den Beschäftigten sprechen sollte. Weltweit arbeiten bei Volkswagen rund 600.000 Menschen, davon etwa 72 500 in der Wolfsburger Zentrale.

Mitte September war bekanntgeworden, dass Volkswagen bei rund elf Millionen Dieselfahrzeugen mit einer speziellen Software die Abgaswerte bei Testverfahren nach unten gedrückt hat. Etwa acht Millionen der betroffenen Wagen sind laut VW in der Europäischen Union zugelassen, davon 2,8 Millionen in Deutschland.

dpa

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