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Niedersachsen Billigflieger starten in diesem Sommer durch
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Billigflieger starten in diesem Sommer durch
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17:26 10.02.2017
Bald in Hannover: Norwegian will drei Ziele anfliegen. Foto: dpa Quelle: Johan Nilsson
Frankfurt/Hannover

Das geht aus vorläufigen Erhebungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt hervor.

An den deutschen Flughäfen fallen in diesem Sommer die letzten Bastionen der Linienflieger. In Frankfurt geht im März Ryanair mit zwei Maschinen an den Start. Beim Platzhirschen Lufthansa löst das geteilte Reaktionen aus: Einerseits wettern deren Manager über die Billiggebühren, mit denen die Flughafengesellschaft den Neuankömmling pudert - andererseits soll die eigene Eurowings dort im Sommer 2018 zu gleichen Bedingungen an den Start gehen.

Am zweiten Lufthansa-Drehkreuz München tritt Eurowings schon in diesem Sommer gleich mit vier neuen Flugzeugen an, um mit 30 neuen Verbindungen die Billig-Konkurrenz der französischen Transavia, einer Tochter von Air France-KLM, in Schach zu halten. Zum Jahresende will die Lufthansa-Tochter insgesamt 114 Jets am Start haben, bevor die Tochter Brussels Airlines 2018 integriert wird. Eurowings soll dann mehr als 160 Maschinen in der Luft haben.

Ryanair hält mit neuen Flugzeugen dagegen und steigert die Zahl der Strecken aus Deutschland von 190 auf 245 - das entspricht rund 2000 Flügen in der Woche von und nach Deutschland. Zusätzliche Flüge gibt es vor allem ab Berlin, Nürnberg und Hamburg. An kleineren Flughäfen wie Hahn oder Weeze verringert Ryanair sein Angebot hingegen.

In Berlin-Schönefeld will auch der sonst zurückhaltende europäische Branchenzweite Easyjet wachsen. Die Konkurrenten Transavia und die spanische Vueling bieten in der kommenden Sommersaison deutlich weniger Flüge an als im vergangenen Jahr.

Am Flughafen Hannover werden die Billigflieger ihren Marktanteil leicht auf 20 Prozent steigern. Neu hinzu kommt die Gesellschaft Norwegian, die vorerst drei spanische Ziele anfliegt. Wizzair hat ihr Angebot bereits in diesem Winter erweitert - auch Vueling rangiert in der günstigsten Preiskategorie. Etwas teurer sind Eurowings und die britische Flybe.

„Die Billigflieger sind für uns eine gute Beimischung“, sagte Flughafenchef Raoul Hille am Freitag. Er wäre zufrieden, wenn deren Marktanteil mittelfristig auf ein Drittel steigen würde. Mehr müsse es nicht sein. „Für Flughäfen gilt: Je höher der Low-Cost-Anteil, desto schlechter ist in der Regel das Ergebnis.“ Nach seinen Angaben steht Hannover beim Ergebnis pro Passagier im Vergleich der deutschen Airports auf Platz vier - bei den Fluggastzahlen hingegen erst auf Rang neun.

Wie sich der Markt in Hannover künftig sortiert, hängt auch von der neuen Fluggesellschaft ab, die die Tui mit dem arabischen Partner Etihad vorantreibt. Die Details sind noch offen.

Von Christian Ebner und Jens Heitmann

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