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Niedersachsen Bis zu 700 neue Jobs bei VWN möglich
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Bis zu 700 neue Jobs bei VWN möglich
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21:31 27.06.2011
Von Lars Ruzic
VWN-Betriebsratschef Thomas Zwiebler. Quelle: Ralf Decker
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Hannover

„Wir brauchen diesen Befreiungsschlag“, so der Gewerkschafter. „Wenn wir jetzt nicht anfangen, wird es in diesem Jahr nichts mehr.“

Die endgültige Entscheidung über die Produktionsaufstockung obliegt allerdings der Konzernzentrale in Wolfsburg. Sie soll noch in dieser Woche fallen. „Ich gehe davon aus, dass das klappt“, gab sich Zwiebler optimistisch. Die Belegschaftsvertreter seien gesprächsbereit, falls es noch offene Fragen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit des Projekts geben sollte. Zuletzt hatte VWN die Produktionspläne für 2011 angesichts kräftig gestiegener Nachfrage nach den Fahrzeugen der Transporter-Familie bereits zum zweiten Mal nach oben korrigiert.

Ging man zu Beginn des Jahres noch von einem Produktionsvolumen von 135.000 Fahrzeugen aus, sollen nun 147.000 Transporter, Multivans und Caravelle vom Band laufen. „Wir haben einen hohen Auftragsbestand“, so Zwiebler. Das sei allein mit den Sonnabendschichten, die im Werk seit Oktober 2010 gefahren werden, nicht mehr zu bewerkstelligen, sagte der Betriebsratschef. „Wir müssen jetzt zum großen Sprung ansetzen.“ Dafür will der 46-Jährige auch auf der heutigen Betriebsversammlung in Hannover noch einmal werben.

Die Produktionsvolumina in der Nachtschicht wären allerdings nur halb so hoch wie an einer Fertigungslinie bei Tag. Zwiebler hält das dennoch für ökonomisch darstellbar – die Beschäftigten in der Montage müssten in dem Fall eben mehr unterschiedliche Arbeitsschritte übernehmen, als das in einer normalen Schicht der Fall wäre. Außerdem könne man über zusätzliche Automatisierung oder Rationalisierungen bei Früh- und Spätschicht noch nachjustieren. „Wir werden da nicht lockerlassen.“

Die Betriebsräte gehen davon aus, dass sie den Leiharbeitern der zum Konzern gehörenden Wolfsburg AG auch mittelfristig eine Perspektive bieten können. Sie rechnen damit, dass die Transporter-Verkäufe auch 2012 auf hohem Niveau bleiben. Zudem rollt dann bereits die Produktion des Pritschenwagens Amarok an, den VWN von Hannover aus in Europa verkaufen will. Der für den Neuanlauf nötige Umbau der Produktion ist auch der Grund dafür, dass die Hannoveraner in den bevorstehenden Werksferien nicht weiterarbeiten können, wie es in anderen VW-Werken der Fall ist.

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