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Brennstoffzelle für die Schiene

Emissionsfreie Technologie Brennstoffzelle für die Schiene

Die weltweit ersten Personenzüge mit Brennstoffzellenantrieb werden in Niedersachsen gebaut und auf die Schiene gebracht. Eine entsprechende Absichtserklärung haben am Mittwoch Vertreter des Bahnkonzerns Alstom und mehrerer Bundesländer auf der Branchenmesse Innotrans unterzeichnet.

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Von außen kein großer Unterschied: Die Brennstoffzellen-Züge werden von den aktuellen Modellen kaum zu unterscheiden sein.

Quelle: dpa

Hannover. Danach wird das Alstom-Werk in Salzgitter für Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen zunächst rund 50 Triebzüge mit der emmissionsfreien Technologie fertigen. Niedersachsen soll von 2018 an zunächst zwei Exemplare testen, von 2020 an werden die anderen Modelle ausgeliefert. Über die Kosten des Projekts wollten die Beteiligten nichts sagen.

„Damit übernehmen wir eine Vorreiterrolle im Schienenverkehr und setzen beim Thema Mobilität auf eine neue, emissionsfreie und nachhaltige Technologie“, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies. Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen hat insgesamt zehn Züge geordert. Es werden „die weltweit ersten mit Brennstoffzellentechnik für den regulären Fahrgastbetrieb sein“, sagte Alstom-Transportchef Henri Poupart-Lafarge.

In der Brennstoffzelle reagieren Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser. Die frei werdende Energie wird dabei in Strom umgesetzt, sodass Brennstoffzellenfahrzeuge sowohl emmissionsfrei als auch geräuscharm unterwegs sind.

Die Automobilindustrie arbeitet schon seit Langem an der Technologie - hat dabei allerdings diverse technische Rückschläge hinnehmen müssen. Alstom sieht für die Bahnbetreiber einen weiteren Vorteil: Die Brennstoffzellenzüge könne unabhängig davon eingesetzt werden, ob die Strecken elektrifiziert sind oder nicht. Auch Lies sieht hier „ein immenses Potenzial für nachhaltige Mobilität und den Technologiestandort Deutschland“.

Entwickelt und produziert werden die Züge im Alstom-Werk in Salzgitter - dem Spezialisten für Nahverkehrszüge im Konzern. Der Standort mit rund 2800 Beschäftigten soll dabei mit Spezialisten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart zusammenarbeiten. Verläuft das Projekt erfolgreich, sieht Alstom ein großes Potenzial für den Standort. Schließlich wolle die Deutsche Bahn bis 2050 die Hälfte aller Züge auf moderne Antriebstechnologien umrüsten.

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