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Niedersachsen Bünting: Teil des Lohnes als Einkaufsgutscheine
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Bünting: Teil des Lohnes als Einkaufsgutscheine
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21:03 28.03.2017
Von Stefan Knopf
Das Stammhaus von Bünting-Tee steht seit 1806 in Leer. Foto: dpa Quelle: Bernd F. Meier
Leer

Der Schritt sei möglich, da das Unternehmen nicht durch einen Tarifvertrag gebunden sei, sagte ein Sprecher. Zuvor hatten „Ostfriesen-Zeitung“ und „Nordwest-Zeitung“ darüber berichtet. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, fordert Bünting zudem eine Stunde unbezahlte Mehrarbeit pro Woche von allen Vollzeitbeschäftigten. Zudem will das Unternehmen 70 Stellen in der Verwaltung abbauen. Im Gegenzug garantiert es eine moderate Lohnerhöhung in den kommenden drei Jahren.

Bünting ist mit insgesamt mehr als 14 000 Mitarbeitern und 800 Auszubildenden einer der größten Arbeitgeber in der Region. Der größte Teil der Beschäftigten arbeitet allerdings in Teilzeit. Zur Unternehmensgruppe gehören unter anderem das bekannte Teehandelshaus sowie Famila- und Combi-Märkte.

Kritik von der Gewerkschaft

Ein Unternehmenssprecher betonte, dass die Mehrarbeit freiwillig sei und nur die Vollzeitstellen betreffe. Wenn Mitarbeiter nicht zustimmten, müsse über andere Optionen nachgedacht werden, sagte der Sprecher weiter. Zum Zukunftskonzept gehörten neben der Senkung der Personalkosten auch eine Verschlankung in der Verwaltung und die Konzentration des Unternehmens auf den Lebensmittelhandel.

Bei der Gewerkschaft Verdi stießen die Maßnahmen auf Kritik. Der Lohnverzicht sei eine dauerhafte Verschlechterung, sagte Gewerkschaftssprecher David Matrai in Hannover. Das Unternehmen koppele sich damit zunehmend vom Lohnniveau in der Fläche ab.

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