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Niedersachsen Conti wartet auf die Rechnung von Audi
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Conti wartet auf die Rechnung von Audi
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00:26 03.11.2014
Hunderttausende Airbags beim Audi A4 sind fehlerhaft. Das könnte für den Zulieferer Continental teure Folgen haben.  Quelle: dpa (Archiv)
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Hannover

Audi hatte hier vor Kurzem einen Softwarefehler entdeckt, der dies verhindern könnte. Daraufhin wurden 850 000 Modelle in die Werkstätten zurückgerufen.

Betroffen sind Autos, die seit der neuen Version des A4 im Jahr 2012 bis Mitte Oktober 2014 gebaut wurden. In Deutschland müssten 150.000 Wagen aller Ausführungen (Limousine, Avant und Allroad) in die Werkstätten, hieß es. Der A4 ist das meistgebaute Auto von Audi.

Nach Angaben von Conti-Chef Elmar Degenhart ist noch nicht klar, wer den Fehler gemacht habe – der Zulieferer oder Audi. „Das nimmt gewisse Zeit in Anspruch“, sagte der Manager vor dem Münchener Wirtschaftspresseclub. Das Problem liege in der Elektronik, nicht in der Hardware. Die Offenheit von Conti ist eher eine Ausnahme: In den allermeisten Fällen schweigen sich Autobauer wie Lieferanten bei Rückrufen darüber aus, von wem fehlerhafte Teile gebaut wurden und wie teuer die Aktionen werden.

Degenhart wollte nicht beziffern, wie hoch die Kosten für Conti im Fall Audi sein könnten. Üblicherweise gingen sie bei Rückrufen „von null bis zum zweistelligen Millionenbereich“. In den A4-Modellen muss der Airbag nicht ausgetauscht werden, sondern nur per Computer die Software überarbeitet werden.„Wir haben gegen so was keine Versicherung“, sagte der Conti-Chef. Eine solche reiche in der Regel aber ohnehin nur bis zu einem Maximalbetrag.

Es sei Standard bei Zulieferern wie bei Herstellern, dass für Rückrufe „in gewissem Maße Rückstellungen gebildet werden“, sodass nicht gleich eine Prognosekorrektur erforderlich werde, sagte Degenhart. Im Fall Audi sei noch „in keiner Weise“ analysiert, wer in welcher Weise an dem Problem beteiligt sei und welchen Anteil trage. „Selbst wenn wir die volle Verantwortung hätten, müssen wir deswegen keine Ergebniskorrektur vornehmen.“ Conti hatte im Sommer seine Gewinnprognose erhöht. Die weltweiten Produktionszahlen dürften 2014 um rund 2 Prozent steigen, sagte Degenhart. „Wir erwarten für nächstes Jahr keinen Einbruch. Insofern haben wir keinen Grund, Trübsal zu blasen.“

Irene Preisinger

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