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Conti will in Gifhorn rund 700 Stellen abbauen

Erhalt des Werks Conti will in Gifhorn rund 700 Stellen abbauen

Am schwächelndem Conti-Standort Gifhorn haben sich das Unternehmen und Arbeitnehmervertreter auf Maßnahmen zum Erhalt des Werks geeinigt. Trotzdem sollen 700 Stellen abgebaut werden.

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700 Stellen sollen im Werk in Gifhorn abgebaut werden.

Quelle: dpa

Gifhorn. Am kriselnden Conti-Standort Gifhorn sollen rund 700 Arbeitsplätze abgebaut werden. Bis 2023 soll die Belegschaft damit auf 800 reduziert werden, teilte eine Sprecherin des Automobilzulieferers mit. Derzeit hat das Werk knapp 1600 Beschäftigte, darunter rund 100 Auszubildende. Nach mehreren ergebnislosen Verhandlungen einigten sich die Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertreter am Freitag auf ein entsprechendes Eckpunktepapier für die langfristige Sicherung des Standortes.

Continental verzichte dabei ausdrücklich auf betriebsbedingte Kündigungen und sichere eine Bestandsgarantie des Standorts bis Ende 2025 zu, sagte die Unternehmebssprecherin. Zudem würden 100 Millionen Euro innerhalb der nächsten sechs Jahre investiert.

Grund für die Krise am Conti-Standort Gifhorn bei Wolfsburg ist eine kritische Auftragslage. Im Werk werden Komponenten für die Autoindustrie wie Bremssysteme und Elektromotoren gefertigt. Vor allem der Absatz von Elektromotoren lahmt aber.

Die vereinbarten Maßnahmen seien wichtig für den künftigen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und den Erhalt des Werkes Gifhorn, sagte Continental-Vorstand Frank Jourdan. Innerhalb der nächsten acht Jahre sollen alle Möglichkeiten zur sozialverträglichen Kürzung der Beschäftigtenzahl ausgeschöpft werden. Dazu gehören freiwillige Aufhebungsverträge, Wechsel an anderer Standorte des Konzerns und Altersteilzeit.

«Das ist kein Ergebnis zum Jubeln», räumte der IG-Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Hartmut Meine, ein. «Zähneknirschend» sei dem Papier zugestimmt worden. «Die Alternative wären Massenentlassungen, die Streichung der Investitionen und letztlich die Schließung des Standortes gewesen», betonte er. Der Betriebsratsvorsitzende von Conti in Gifhorn, Uwe Szymanowski, betonte, das Unternehmen habe auf den Arbeitsplatzabbau bestanden. Er hoffe mittelfristig, dass die Nachfrage von Elektrofahrzeugen anziehe und am Standort somit wieder Elektromotoren produziert werden könnten.

Der Continental-Konzern erzielte 2014 einen Gesamtumsatz von rund 34,5 Milliarden Euro und beschäftigt über 200 000 Mitarbeiter in 53 Ländern.

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Verhandlungsabbruch
Die IG Metall fordert eine Perspektive für die rund 1600 Beschäftigten.

Die Gespräche zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern über den kriselnden Conti-Standort Gifhorn sind am Freitag ohne Ergebnis abgebrochen worden. Wie eine Sprecherin der Industriegewerkschaft Metall am Nachmittag mittelte, konnte keine Einigung erzielt werden.

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