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Niedersachsen Aufsichtsrat stimmt für Konzernumbau
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13:01 26.07.2018
Fahnen wehen am vor der Continental-Verwaltung. Quelle: picture-alliance/ dpa
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Hannover

Der Aufsichtsrat des Automobilzulieferers und Reifenherstellers Continental hat der geplanten neuen Struktur zugestimmt. Damit sei der Weg frei für eine neue Holding-Struktur der Continental AG unter der neuen Dachmarke „Continental Group“, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Nach monatelangem Sondieren hatte der Vorstand beschlossen, die Antriebssparte Anfang 2019 abzuspalten. Ein Teilbörsengang soll voraussichtlich ab Mitte 2019 möglich sein.

Angesichts des tiefgreifenden Wandels der Autoindustrie habe Continental verschiedene Szenarien für eine Neuaufstellung geprüft, erklärte Vorstandschef Elmar Degenhart. „Denn wir wollen schneller wachsen als unsere relevanten Märkte.“ Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle nannte die Neuaufstellung „wegweisend und wertsteigernd“.

Continental soll künftig als Holding geführt werden. Dabei soll es drei geschäftliche Säulen geben: Reifen, das Zulieferergeschäft sowie die Antriebssparte. Zur Antriebssparte zählen die Technik rund um Verbrennungsmotoren, aber auch die Teile für Elektroantriebe. Die lukrative Reifensparte bleibt vorerst vollständig im Konzern, ein Börsengang sei aber eine Option für die Zukunft.

Die Gewerkschaft IG BCE begrüßt die Pläne. „Conti ist weiterhin wirtschaftlich sehr erfolgreich und die Zahl der Mitarbeiter wächst“, sagte deren Aufsichtsratsvertreter Peter Hausmann. Die Gewerkschaft trage die neue Struktur mit, weil das gemeinsame Dach der Gruppe für die Mitarbeiter erhalten bleibe und deren Rechte und Ansprüche auch in der neuen Struktur durch das vom Konzernbetriebsrat, IG BCE und IG Metall mit dem Vorstand abgeschlossene Eckpunktepapier vom April gut geschützt seien. „Darin haben wir auch eine langfristige Beschäftigungssicherung vereinbart.“

Von Thomas Strünkelnberg und Jens Heitmann

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