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Conti hebt Prognose erneut an

Steuern bremsen Tempo unterm Strich Conti hebt Prognose erneut an

Continental hat einen Lauf. Der Konzern erhöht erneut sein Gewinnziel für 2015. Während Autobauer wie VW bremsen, sieht Conti viel Tempo in der zweiten Jahreshälfte.

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Continental erhöht erneut sein Gewinnziel für 2015.

Quelle: dpa

Hannover. Getrieben von einem starken Geschäft und niedrigen Einkaufskosten traut sich der Autozulieferer Continental 2015 abermals mehr zu und schraubt seine Prognose leicht nach oben. Der Dax-Konzern hatte seinen Ausblick bereits im Frühling angehoben. Auslöser für die Zuversicht ist der rundum positive Lauf auch im zweiten Quartal. Der Zulieferer, Reifenhersteller und Technikkonzern steigerte seinen Umsatz zwischen April und Ende Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 10,03 Milliarden Euro. Das teilte Conti am Dienstag in Hannover mit. Bereinigt um Zukäufe und den schwachen Euro lag das Wachstum bei 4 Prozent.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) schoss im zweiten Viertel des Jahres sogar um 30 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro empor. Hatte Conti bisher aufgrund geringerer Rohstoffkosten mit einer Entlastung von 150 Millionen Euro im laufenden Jahr gerechnet, stand dieser Effekt nun jüngst sogar bei 200 Millionen Euro. Conti rechnet bei dem für Reifen wichtigen Grundstoff Naturkautschuk mit fallenden Preisen. In der Zwischenbilanz hieß es: "Aus heutiger Sicht besteht kein Grund zur Annahme, dass der Geschäftsverlauf im zweiten Halbjahr 2015 nicht ähnlich positiv verlaufen sollte wie im ersten Halbjahr 2015." Bereits das Auftaktquartal war stark gewesen. Auf die ersten sechs Monate gerechnet kletterte der Umsatz um 16 Prozent auf rund 19,6 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern legte um ein Fünftel auf 2,16 Milliarden Euro zu.

Unter dem Strich ist das Tempo mit 11 Prozent Zuwachs auf 1,45 Milliarden Euro vergleichsweise gering. Das liegt vor allem an einer stark gestiegenen Steuerlast. Der wichtigste Treiber auf der Gewinnseite blieb die Reifensparte. Sie steuerte zum operativen Gewinn im bisherigen Jahresverlauf 1,20 Milliarden Euro bei - ein Sprung von 100 Millionen Euro im zweiten Quartal. Einer der wenigen Flecken in der Bilanz ist das nahende Aus für den Conti-Standort Salzgitter.

In der Schlauchleitungsfabrik arbeiten etwa 220 Menschen. Für den Abbau plant Conti 14 Millionen Euro ein. Bei der um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinnspanne geht Continental nun aufs Jahr gesehen von rund 11 Prozent vom Umsatz aus - statt wie zuvor 10,5 Prozent. Der Konzern bereinigt diese Kennziffer um einmalige Effekte wie etwa Kosten aus Übernahmen.

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