Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 4 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Continental kassiert seine Jahresziele

Mitteilung Continental kassiert seine Jahresziele

Der Continental-Konzern muss überraschend seine Gewinnziele für dieses Jahr nach unten schrauben. Der Grund sei „das sich in den zurückliegenden Tagen ergebende, kombinierte Auftreten von einzelnen, voneinander unabhängigen Sachverhalten“, erklärte der Autozulieferer am Montag in einer Pflichtmitteilung nach Börsenschluss.

Voriger Artikel
In den VW-Werken wächst die Unruhe
Nächster Artikel
Stromnetzentgelte steigen in Hannover deutlich

Für Rückrufaktionen und drohende Kartellstrafen muss Continental Rücklagen bilden und kassiert deshalb seine Jahresziele.

Quelle: Holger Hollemann/dpa

Hannover. Demnach muss der Konzern unter anderem Rückstellungen für Rückrufaktionen und drohende Kartellstrafen bilden. Insgesamt rechnet die Conti mit zusätzlichen Belastungen von fast einer halben Milliarde Euro.

Die erst vor zwei Monaten angehobenen Jahresziele musste die Conti wieder einkassieren. Zwar bleibt es bei der Umsatzprognose von 41 Milliarden Euro für das Gesamtjahr. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis werde jedoch nur noch bei gut 10,5 Prozent vom Umsatz statt bislang bei 11 Prozent liegen, teilten die Hannoveraner mit. Die Belastungen betreffen ausschließlich die Autozuliefersparten, Reifen und Conti-Tech sind von den Problemen unbenommen.

Allein 390 Millionen Euro muss die Conti für Rückrufe und Kartellverfahren zurücklegen. Die Gewährleistungsfälle machen dabei die Mehrheit der Kosten aus. Bei fehlerhaften Teilen, die ausgetauscht oder umprogrammiert werden müssen, halten sich die Autobauer am Ende nach dem Verursacherprinzip an ihre Lieferanten. Hier sind Conti offenbar zuletzt mehrere Rechnungen ins Haus geflattert. Um welche Fälle es geht, wollte ein Sprecher nicht sagen. Für Aufsehen hatte vor zwei Jahren ein Rückruf bei 850 000 Audi A4 gesorgt, für deren Airbags Conti fehlerhafte Steuergeräte geliefert hatte. Auch zu den Kartellverfahren gab es gestern keine Details. Laut Geschäftsbericht ist Conti sowohl in der EU als auch in Brasilien, Südafrika und Südkorea bei ausgewählten Produkten der Preisabsprachen verdächtigt.

Weitere 60 Millionen Euro an Zusatzbelastungen werden für kurzfristig erhöhte Investitionen in die Entwicklung von Infotainmentsystemen und alternativen Antrieben fällig. Hier musste die Conti offenbar schnell umsteuern, um neue Aufträge im Bereich von Digitalisierung und Elektromobilität bedienen zu können. Nochmals 50 Millionen Euro Zusatzaufwand entstanden durch den Ausfall eines japanischen Chip-Lieferanten, dessen Fabrik von Erdbeben betroffen war.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Niedersachsen

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

VOLKSWAGEN VZ 135,55 -1,03%
CONTINENTAL 193,15 -0,19%
TUI 12,67 +0,51%
SALZGITTER 33,94 -0,51%
HANNO. RÜCK 105,95 -0,34%
SYMRISE 60,23 -0,47%
TALANX AG NA... 31,51 +0,14%
SARTORIUS AG... 78,23 +0,41%
CEWE STIFT.KGAA... 77,24 -1,18%
DELTICOM 17,18 -0,17%
DAX
Chart
DAX 11.909,50 +0,05%
TecDAX 1.960,00 +0,33%
EUR/USD 1,0783 -0,10%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

RWE ST 14,67 +1,31%
LUFTHANSA 14,77 +1,18%
LINDE 150,57 +0,45%
VOLKSWAGEN VZ 135,55 -1,03%
BEIERSDORF 87,00 -0,69%
Henkel VZ 118,55 -0,66%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Crocodile Capital MF 140,01%
Structured Solutio AF 134,95%
Morgan Stanley Inv AF 112,61%
First State Invest AF 102,66%
Fidelity Funds Glo AF 99,58%

mehr