Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Conti liefert Rekorde
 bei Umsatz und Gewinn ab
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Conti liefert Rekorde
 bei Umsatz und Gewinn ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 14.01.2016
Von Lars Ruzic
Das Continental-Werk Hannover-Stöcken. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

„Unseren profitablen Wachstumskurs haben wir 2015 in einem anspruchsvollen Umfeld fortgesetzt“, sagte Conti-Chef Elmar Degenhart am Rande der Automesse in Detroit.

Vor allem durch zwei Übernahmen legten die Erlöse um 14 Prozent auf
39,2 Milliarden Euro zu. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 2,7 Milliarden Euro übrig, wie Finanzchef Wolfgang Schäfer der HAZ sagte. Das entspricht einem Zuwachs um ein Achtel. Über einen Dividendenvorschlag ist noch nicht entschieden. Es gilt aber als sicher, dass die Rekordausschüttung des Vorjahres übertroffen wird. Denkbar ist ein Anstieg um
50 Cent auf 4 Euro pro Aktie. Auch der Belegschaftsbonus – zuletzt 1006 Euro pro Kopf – orientiert sich am Conti-Ergebnis und wird neue Spitzenwerte erreichen.

Conti hatte im vergangenen Jahr den US-Industriezulieferer Veyance und den finnisch-deutschen Softwarespezialisten Elektrobit übernommen. Unter anderem das trieb die Beschäftigtenzahl um 20 000 auf 208 000 weltweit. Schäfer rechnet damit, dass sich der Trend fortsetzt. „Es wird weiteren Stellenaufbau geben“, sagte er. In Deutschland kommt der Zulieferkonzern inzwischen auf 56 000 Mitarbeiter, fast 8000 davon in Hannover. Derzeit sucht der Konzern hier nach einem Standort für eine neue Zentrale, weil die alte aus allen Nähten platzt.

Ohne die Übernahmen hätte die Conti beim Umsatz um vier Prozent zugelegt. Geholfen habe das Geschäft in Europa und den USA, während die einstigen Wachstumsmärkte China, Russland und Brasilien derzeit mehr oder weniger ausfallen, so Degenhart. Der hannoversche Industriezulieferer Contitech leidet zudem unter den Preisstürzen auf den Rohstoffmärkten. Sie haben sowohl in der Bergbau- wie auch der Rohölindustrie zu Investitionsstopps geführt. Darunter leiden das Schlauch- und das Transportbandgeschäft von Contitech. Der Kautschukspezialist will deshalb weltweit mehrere Werke schließen und umbauen, was Hunderte Jobs kosten wird – jedoch nicht in Deutschland. Mit fast 100 Millionen Euro an Sanierungskosten kalkuliert Schäfer hier.

Von den internationalen Automärkten erwarten die Conti-Manager in diesem Jahr wenig Rückenwind. Sie gehen lediglich von einem Prozent Marktwachstum aus. Dem eigenen Unternehmen trauen sie ein Umsatzplus von fünf Prozent auf 41 Milliarden Euro zu. Dabei setzen die Hannoveraner auf eine weitere Erholung des europäischen Heimatmarktes und auf den Trend, dass sie immer mehr Teile pro Auto fertigen. Der einst reine Reifenbauer Conti bildet heute gemeinsam mit Bosch das Spitzenduo in der Weltliga der Autozulieferer.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Continental, Autozulieferer und Reifenhersteller mit Sitz in Hannover, hat 2015 von einer guten Branchenlage in Europa und den USA profitiert. Damit konnten die Folgen der Wachstumsdelle in China, der schweren Krisen in Brasilien und Russland sowie des rückläufigen Industriegeschäfts ausgeglichen werden.

11.01.2016

Für Touristen ist er eine Attraktion, für die wenigen verbliebenen Kutterfischer vor Cuxhavens Küste der Zielhafen. Seit Freitag wird der Alte Fischereihafen, der von denkmalgeschützten Gebäuden umsäumt wird, weltweit zum Verkauf angeboten – um ihn weiterentwickeln zu lassen.

Michael B. Berger 12.01.2016

Der Abgas-Skandal zwingt VW Nutzfahrzeuge (VWN), Tausende Caddy zurückzuhalten. Die Hannoveraner sind die einzigen im Konzern, die noch Modelle mit dem Motor EA 189 im Programm haben, auf den die Manipulationssoftware aufgespielt worden war.

Lars Ruzic 11.01.2016
Anzeige