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Conti liefert Rekorde
 bei Umsatz und Gewinn ab

Größster Konzern in Hannover Conti liefert Rekorde
 bei Umsatz und Gewinn ab

Der größte Konzern der Landeshauptstadt legt eine Rekordbilanz vor. Im vergangenen Jahr hat Continental Bestzahlen bei Umsatz und Gewinn eingefahren. Davon dürften die Aktionäre mit einer höheren Dividende, die Beschäftigten mit einem gestiegenem Bonus und die Stadt Hannover in Form von zusätzlichen Steuereinnahmen profitieren.

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Das Continental-Werk Hannover-Stöcken.

Quelle: dpa

Hannover. „Unseren profitablen Wachstumskurs haben wir 2015 in einem anspruchsvollen Umfeld fortgesetzt“, sagte Conti-Chef Elmar Degenhart am Rande der Automesse in Detroit.

Vor allem durch zwei Übernahmen legten die Erlöse um 14 Prozent auf
39,2 Milliarden Euro zu. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 2,7 Milliarden Euro übrig, wie Finanzchef Wolfgang Schäfer der HAZ sagte. Das entspricht einem Zuwachs um ein Achtel. Über einen Dividendenvorschlag ist noch nicht entschieden. Es gilt aber als sicher, dass die Rekordausschüttung des Vorjahres übertroffen wird. Denkbar ist ein Anstieg um
50 Cent auf 4 Euro pro Aktie. Auch der Belegschaftsbonus – zuletzt 1006 Euro pro Kopf – orientiert sich am Conti-Ergebnis und wird neue Spitzenwerte erreichen.

Conti hatte im vergangenen Jahr den US-Industriezulieferer Veyance und den finnisch-deutschen Softwarespezialisten Elektrobit übernommen. Unter anderem das trieb die Beschäftigtenzahl um 20 000 auf 208 000 weltweit. Schäfer rechnet damit, dass sich der Trend fortsetzt. „Es wird weiteren Stellenaufbau geben“, sagte er. In Deutschland kommt der Zulieferkonzern inzwischen auf 56 000 Mitarbeiter, fast 8000 davon in Hannover. Derzeit sucht der Konzern hier nach einem Standort für eine neue Zentrale, weil die alte aus allen Nähten platzt.

Ohne die Übernahmen hätte die Conti beim Umsatz um vier Prozent zugelegt. Geholfen habe das Geschäft in Europa und den USA, während die einstigen Wachstumsmärkte China, Russland und Brasilien derzeit mehr oder weniger ausfallen, so Degenhart. Der hannoversche Industriezulieferer Contitech leidet zudem unter den Preisstürzen auf den Rohstoffmärkten. Sie haben sowohl in der Bergbau- wie auch der Rohölindustrie zu Investitionsstopps geführt. Darunter leiden das Schlauch- und das Transportbandgeschäft von Contitech. Der Kautschukspezialist will deshalb weltweit mehrere Werke schließen und umbauen, was Hunderte Jobs kosten wird – jedoch nicht in Deutschland. Mit fast 100 Millionen Euro an Sanierungskosten kalkuliert Schäfer hier.

Von den internationalen Automärkten erwarten die Conti-Manager in diesem Jahr wenig Rückenwind. Sie gehen lediglich von einem Prozent Marktwachstum aus. Dem eigenen Unternehmen trauen sie ein Umsatzplus von fünf Prozent auf 41 Milliarden Euro zu. Dabei setzen die Hannoveraner auf eine weitere Erholung des europäischen Heimatmarktes und auf den Trend, dass sie immer mehr Teile pro Auto fertigen. Der einst reine Reifenbauer Conti bildet heute gemeinsam mit Bosch das Spitzenduo in der Weltliga der Autozulieferer.

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