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Reicht der Bachelor als Abschluss aus?

Studie Reicht der Bachelor als Abschluss aus?

Das Bachelor-Studium gewinnt in der Wirtschaft an Anerkennung. Beim Gehalt dürfen Berufseinsteiger aber nicht zu viel erwarten – da bringt der Master mehr. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Bildung lohne sich, schreiben die Autoren - „und zwar mit dem Alter tendenziell zunehmend“.

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Grund zum Feiern: Schon mit dem Bachelor-Abschluss gelingt Studenten heute meist ein reibungsloser Berufseinstieg.

Quelle: Jan Woitas

Hannover. Selbst ein kurzes Studium zahlt sich langfristig aus: Wer eine Universität oder Fachhochschule nach einigen Semestern mit einem Bachelor-Abschluss verlässt, wird in der Regel nach wenigen Jahren mehr verdienen als frühere Schulkameraden, die eine berufliche Fortbildung durchlaufen haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Bildung lohne sich, schreiben die Autoren - „und zwar mit dem Alter tendenziell zunehmend“.

An diesem Befund hatte es nach der Reform der Hochschul-Ausbildung zunächst Zweifel gegeben. Um die Studienabschlüsse in Europa zu vereinheitlichen, wurde nach 1999 ein zweistufiges Modell eingeführt: Mit einem Bachelor erreichen Studierende nach sechs bis acht Semestern einen Abschluss, der den Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht. Wer sein Fachwissen noch ausbauen will, hängt einen Master an. Viele Unternehmen waren zuerst skeptisch, ob ein kürzeres Studium Berufseinsteiger mit ausreichender Kompetenz hervorbringen kann.

Unternehmen denken um

Inzwischen sei jedoch ein Stimmungswandel zu verzeichnen, sagte der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, Volker Müller: „Der Bachelor hat sich mittlerweile am Arbeitsmarkt etabliert.“ Den Absolventen gelinge meist ein reibungsloser Berufseinstieg - die notwendige Erfahrung komme dann mit der alltäglichen Praxis.

Berufseinsteiger mit Bachelor-Abschluss dürfen jedoch nicht zu viel erwarten: Während 25- bis 34-jährige Master-Absolventen laut IAB im Monat durchschnittlich knapp 3900 Euro brutto verdienen, erreichen Newcomer mit Bachelor-Abschluss nur 3200 Euro. Damit lägen sie nur marginal über dem Einkommen von Meistern, Technikern oder Fachwirten, die sich für eine berufliche Fortbildung entschieden hätten, schreiben die Autoren.

Mit zunehmendem Alter wird die Spreizung der Löhne jedoch größer. Bachelor-Absolventen können ihren Vorsprung gegenüber Meistern und Technikern ausbauen - sie bleiben aber weit hinter Kollegen mit Master-Abschluss zurück, die ihre Einkünfte noch deutlicher steigern können. Wohl auch darum schließen knapp zwei Drittel aller Bachelor-Absolventen noch ein Master-Examen an.

Die niedersächsischen Handwerkskammern stehen den Ergebnissen der IAB-Studie skeptisch gegenüber. „Ein Meister-Titel ist eine Marke“, sagte der Hauptgeschäftsführer von deren Landesvertretung, Michael Koch. Angesichts der Vielzahl der Bachelor- und Master-Studiengänge wüssten viele Unternehmen nicht, woran sie seien. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft bietet auch eine berufliche Fortbildung gute Karrierechancen - fast 30 Prozent der Meister und Techniker verdienten mehr als ein durchschnittlicher Akademiker, heißt es in der Untersuchung.

Nach Einschätzung des Arbeitgeberverbandes Niedersachsen-Metall drängen eher zu viele Abiturienten in Bachelor-Studiengänge. Die hohe Abbrecherquote zeige, dass eine große Zahl der Studenten in beruflichen Ausbildungen besser aufgehoben wären, sagte Hauptgeschäftsführer Volker Schmidt: „Das würde auch gegen den Fachkräftemangel helfen.“

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