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Das Reisebüro wird zur Erlebniswelt

Tui eröffnet "Konzept-Stores" Das Reisebüro wird zur Erlebniswelt

Die Tui will ihre Reisen künftig in großem Stil über eigene Markenshops verkaufen, die mit den gewohnten Reisebüros nur noch wenig gemein haben. Für die kommenden Jahre plant der Konzern die Einrichtung von 120 „Konzept-Stores“ .

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„Inspirationszone“ Reisebüro: Jochen Schoke (links) und Nino Birk informieren sich im „Tui-Store“ auf der Lister Meile in Hannover.

Quelle: Foto: Katrin Kutter

Hannover. Die ersten Shops dieser Art seien sehr gut angekommen, sagte Marketing-Chef Erik Friemuth am Montag. „Die Internationalisierung des Konzepts ist daher nur konsequent.“

Die „Konzept-Stores“ sollen die Kunden anders ansprechen: Statt nur in Katalogen zu blättern, können sich die Kunden hier an Stehtischen mit iPads virtuell über Länder, Städte und ausgewählte Hotels erkundigen. „Das Herzstück ist die großzügige Inspirationszone mit interaktiver Weltkarte, die ähnlich wie eine Hotellobby konzipiert wurde“, heißt es bei der Tui. Buchen lassen sich die Reisen im hinteren Bereich; die Mitarbeiter haben keine fest installierten Arbeitsplätze mehr.

Der Reisekonzern will aus seiner bekannten Marke Tui mehr Kapital schlagen und die Zahl anderer Marken verringern. Das macht sich auch bei den Reisebüros bemerkbar: Neben den großen „Konzept-Stores“ werden auch die 450 eigenen Agenturen auf „Tui-Stores“ umgeflaggt. Das ist der zweite Schritt, nachdem die Hannoveraner zuvor bereits die 130 Filialen der Vertriebsmarken Hapag-Lloyd Reisebüro und First Reisebüro zu „Tui-Reisecentern“ erklärt hatten.

In diesen Filialen werden nach Angaben des Unternehmens bereits zu rund 70 Prozent Reisen von Veranstaltern aus der „World of Tui“ verkauft. Als Zielmarke für die neuen „Konzept-Stores“ gibt der Konzern 80 Prozent vor. Mehr sei nicht möglich, weil es immer spezielle Nischen geben werde, für die man bei der Tui selbst keine Angebote vorhalte. Die Margen im Direktvertrieb sind höher als beim Verkauf von Konkurrenzprodukten.

Das Reisebüro beziehungsweise der Store sei für die Kunden der „Kontaktpunkt Nummer eins“ zum Unternehmen, erklärt die Tui. Idealerweise beginne das Urlaubserlebnis schon bei der Vorbereitung der Buchung.

In die neuen „Konzept-Stores“ will die Tui dem Vernehmen nach einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag investieren. Man habe einen Zeitraum von fünf Jahren vor Augen, heißt es. Zunächst seien Deutschland, die Schweiz und Österreich an der Reihe. In einer zweiten Runde folgten die Niederlande und Frankreich. Großbritannien und Skandinavien - neben Deutschland die wichtigsten Märkte - kämen erst danach an die Reihe.

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