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Das bedeutet Volkswagen für Niedersachsen

Jobmotor Das bedeutet Volkswagen für Niedersachsen

„Wenn VW hustet, hat Niedersachsen Grippe“ - so fasst ein Spruch knapp das Verhältnis des Volkswagen-Konzerns zu seinem Heimatbundesland zusammen. Jeder fünfte Job im Konzern ist in Niedersachsen beheimatet, von den insgesamt 600.000 Konzernbeschäftigten arbeiten gut 120.000 zwischen Harz und Küste.

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Im Volkswagenwerk in Wolfsburg: Produktion des Golf VII.

Quelle: Jochen Lübke

Hannover. Volkswagen der mit Abstand größte Arbeitgeber in Niedersachsen. Deutschlands größtes Unternehmen betreibt Werke in Wolfsburg, Braunschweig, Salzgitter, Hannover, Osnabrück und Emden. Dazu kommt noch die indirekte Beschäftigung durch Zulieferer: Nach Angaben des Chefs des Metall-Arbeitgeberverbandes Niedersachsenmetall, Volker Schmidt, schufen Autozulieferer in den vergangenen zwei Jahren fast 3000 Jobs neu.

Nach einer Studie der NordLB machte die Wertschöpfung von Volkswagen zuletzt (2013) mehr als zwei Drittel der gesamten Wertschöpfung der 50 größten Unternehmen in Niedersachsen aus. Der Umsatzanteil des VW-Konzerns an den 100 umsatzstärksten Unternehmen: 52 Prozent.

„Standort- und Beschäftigungssicherung sowie die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit sind zwei gleichrangige Ziele bei Volkswagen“, betont Hartmut Meine, IG-Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt. Davon profitieren laut Meine die Beschäftigten, das Unternehmen und auch das Land Niedersachsen. Es kassiert als VW-Großeigner regelmäßig Dividende und kommt auch indirekt in den Genuss der Kaufkraft der Angestellten im VW-Konzern.

Jobmotor VW läuft auch in Niedersachsen weiterhin aufhohen Touren

Der Volkswagen-Konzern hat seit Jahresanfang auch in seiner Heimat Niedersachsen kräftig die Belegschaft ausgebaut. Von den insgesamt weltweit 5263 zusätzlichen Stellen entfielen rund 20 Prozent auf das Bundesland zwischen Harz und Küste. „In Niedersachsen zählen unsere Standorte rund 1000 Beschäftigte mehr als zum Jahreswechsel“, sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Damit bleibt das Verhältnis gewahrt, wonach in Niedersachsen etwa jeder fünfte der konzernweit rund 600 000 Jobs beheimatet ist, insgesamt gut 120 000.
Der Konzern weist keine Zahlen für Einzelstandorte oder Bundesländer aus, sondern unterscheidet nur zwischen Inland (273 900 Mitarbeiter, plus 1 Prozent) und Ausland (324 000 Mitarbeiter, plus 0,8 Prozent).

Osterloh erklärte zum jüngsten Aufbau in Niedersachsen: „Das sind zum einen Übernahmen von Kolleginnen und Kollegen, die 36 Monate als Leiharbeitnehmer bei Volkswagen gearbeitet haben. Zum anderen sind es Einstellungen im Angestelltenbereich.“ Gerade Wolfsburg sei mit mehr als 650 neuen Stellen im ersten Halbjahr ein Jobmotor gewesen. Dort in der Zentrale wachse der Bedarf an Hochqualifizierten besonders.

„An unserem Konzernsitz in Wolfsburg ist das geballte Know-how aller Bereiche unseres Konzerns gebündelt. Das ist ein starkes Pfund für Niedersachsen“, sagte Osterloh. Der Jobausbau sei aber kein Selbstzweck. „Da wird vom Management genau bewertet, ob wir einen Arbeitsplatz langfristig brauchen oder nicht. Da ringen wir als Betriebsrat immer wieder mit dem Vorstand um die Frage, ob wir weitere Leiharbeitnehmer in feste Arbeitsverträge übernehmen können.“

Aus Sicht des Betriebsrats ist Volkswagen sowohl bei der Anzahl der Arbeitnehmer als auch beim Tarifniveau absolut wettbewerbsfähig, betonte Osterloh mit Blick auf die Konkurrenz. Volkswagen zahlt im Inland den rund 115 000 Mitarbeitern im Mutterkonzern und bei der VW-Bank einen Haustarif leicht über dem Flächentarifniveau der IG Metall in Niedersachsen. Der Konzern misst sich aber auch mit BMW und Daimler in Süddeutschland, wo der dortige Flächentarif höher liegt.

lni

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