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Degenhart fordert engere Kooperation bei Elektroautos

Continental-Chef Degenhart fordert engere Kooperation bei Elektroautos

Continental-Chef Elmar Degenhart sieht die ambitionierten Pläne der deutschen Autoindustrie bei der Zukunftstechnologie Elektroantrieb in Gefahr, weil die Beteiligten mehr gegen- als miteinander arbeiteten. „Unser Ziel muss es sein, weltweit die besten Produkte anbieten zu können“, sagte Degenhart der HAZ.

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Continental-Chef Elmar Degenhart.

Quelle: Rainer Surrey

Hannover. „Dafür müssen wir in der Automobilindustrie und darüber hinaus aber viel enger zusammenarbeiten, als das bislang der Fall ist.“

Für die Elektroautos werde eine Vielzahl neuer Komponenten benötigt, die hochkomplex in Entwicklung und Fertigung, gleichzeitig aber gering in der Stückzahl seien. Deshalb müsse die Branche „dringend gemeinsame Standards und Technologien verabreden, um größere Mengen erzeugen und damit Stückkosten senken zu können“. Stattdessen starteten nun auch noch die Autokonzerne zu vielen Einzelteilen Eigenentwicklungen. Diese „Zerstückelung“ der ohnehin schon geringen Stückzahlen erzeuge für den Autokäufer jedoch keine Kostenvorteile. Degenhart plädiert deshalb für den genau gegenteiligen Weg: „Alles, was nicht der Differenzierung der Hersteller im Wettbewerb dient, gehört auf den Prüfstand in Sachen Standardisierung.“

Deutschland hat sich vorgenommen, bis 2020 die Spitzenposition bei E-Autos einzunehmen. Dazu hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die „Nationale Plattform Elektromobilität“ aus der Taufe gehoben. Die werde dem Anspruch engerer Kooperation in der Industrie allerdings nicht gerecht, kritisierte der Conti-Chef. „Die Plattform ist derzeit noch viel zu stark davon getrieben, öffentliche Fördergelder zu generieren.“ Ohnehin sei der Anspruch überzogen, Deutschland zum weltweiten Leitmarkt machen zu wollen. Schließlich könne man schon von den Absatzvolumina her nicht mithalten mit Märkten wie Nordamerika oder China.

Nach Ansicht des Ingenieurs wird das Rennen um die Marktführerschaft bei E-Autos in der Volksrepublik entschieden. In den Megastädten Chinas werde sich das Abgasproblem schon bald derart ausweiten, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis die Behörden dort Autos mit Verbrennungsmotor schlicht verbieten werden. In China müssten die deutschen Hersteller und Zulieferer deshalb zuallererst die Verbraucher von ihren Ideen überzeugen.

Degenhart war vor zwei Jahren vom Großaktionär Schaeffler an die Conti-Spitze gehoben worden. Dass der Mehrheitserwerb Schaefflers noch einmal in eine Fusion beider Konzerne münden könnte, scheint inzwischen unwahrscheinlich. Man habe großes Interesse an einer „intensiven Zusammenarbeit“, sagt der 52-Jährige dazu. Eine Fusion sei aber nur dann sinnvoll, „wenn für beide Partner ein deutlich darüber hinaus gehender Mehrwert geschaffen wird.“

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