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Niedersachsen Deutlich mehr Züge fahren an die Küste
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Deutlich mehr Züge fahren an die Küste
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22:16 05.08.2011
Quelle: dpa
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Hannover

„Zwischen Hannover und Norddeich-Mole wird es einen klaren IC-Zweistundentakt ohne Umsteigen geben“, kündigte Bahnvorstand Ulrich Homburg an. Bisher gebe es in der Saison nur drei, im Winter zwei direkte Verbindungen. Die Bahn habe sich gegenüber den Ländern verpflichtet, den neuen Takt mindestens neun Jahre einzuhalten und neue Doppelstockzüge einzusetzen. Zwischen Bremen und Emden werde ein Stundentakt gelten, mit zusätzlichem IC-Halt in Hude. Die ICs sind auf der zum Teil eingleisigen Strecke im Nordwesten allerdings nicht schneller als Regionalbahnen.

Im Gegenzug zahlen die beiden Länder einen finanziellen Ausgleich für Bahnreisende im Raum Weser-Ems, die dort künftig die Fernzüge mit Regionalzugfahrkarten ohne Aufpreis nutzen können. Fernreisende aus anderen Teilen Deutschlands müssten die üblichen Fernfahrkarten lösen, sagte Hans-Joachim Menn, Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG). Die Neuerung biete allen Beteiligten Vorteile: Pendlern, Schülern und Ausflüglern zwischen Bremen, Emden und Norddeich neben häufigeren Verbindungen auch günstige IC-Fahrkarten zum Nahverkehrspreis, der Bahn den finanziellen Ausgleich durch die Länder „in niedriger einstelliger Millionenhöhe“ – die genaue Summe werde nach Fahrgastzählungen festgelegt, sei aber gedeckelt. Die LNVG spare ebenfalls, weil sie sonst für den Nahverkehr neue Züge hätte anschaffen müssen.

Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) meinte, ohne die Vereinbarung wäre der Fernverkehr an die Küste wirtschaftlich nicht tragbar gewesen und vermutlich weiter eingeschränkt worden. „Das wäre ein Schlag auch für den Tourismus gewesen.“ Der Auricher Landrat Walter Theuerkauf sagte: „Es werden mehr Urlauber mit der Bahn nach Ostfriesland reisen.“

Die Linken kritisierten, dass sich Takt und Komfort auf dem Abschnitt Hannover–Bremen nicht verbessern würden.

Gabriele Schulte

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