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Die Deutsche Bank tut sich weiter schwer

Kommentar Die Deutsche Bank tut sich weiter schwer

Während Konkurrenten längst wieder Geld scheffeln, bleibt Deutschlands größter Bankkonzern immer weiter zurück. Die Ergebnisse zu dramatisieren, wäre falsch –doch Die Deutsche Bank arbeitet noch an ihrer ineffektiven Struktur und zu hohen Kosten.

Hannover. Das dritte Verlustjahr in Folge zu präsentieren, ist für Deutsche-Bank-Chef John Cryan sicherlich alles andere als angenehm. Während Konkurrenten längst wieder Geld scheffeln, bleibt Deutschlands größter Bankkonzern immer weiter zurück. Allerdings wäre es falsch, die Ergebnisse zu dramatisieren. Tatsächlich ist es allein die US-Steuerreform, die die Bank 2017 in die roten Zahlen gedrückt hat. Ansonsten hat sie erstmals seit dem Jahr 2014 wieder einen passablen Gewinn verbucht. Er bleibt zwar weit hinter früheren Ergebnissen zurück, zeigt aber, dass die Bank Fortschritte macht. 

Vor allem scheinen nun die Altlasten weitgehend verarbeitet zu sein. Die Bank war wegen ihrer teils haarsträubenden Regel- und Gesetzesverstöße in Tausende von Rechtsstreitigkeiten verwickelt und musste vor allem in den USA Milliarden an Strafen und Schadensersatz zahlen. Dennoch tut sich der Konzern weiter schwer. Er arbeitet noch an seiner ineffektiven Struktur und zu hohen Kosten. Zugleich sind derzeit die Märkte für Banken generell ein rauhes Pflaster. Die Null- und Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank macht das Geldverdienen schwer, auch das für die Deutsche Bank so wichtige Geschäft mit Anleihen bereitete zuletzt wenig Freude. 

Trotz der roten Zahlen sollen die Beschäftigten der Bank freudvoll zur Arbeit kommen, was mit Bonuszahlungen von insgesamt einer Milliarde Euro unterstützt wird. Sie sollen nicht unter der US-Steuerreform leiden, erklärt der Vorstand. Da ist was dran. Allerdings ließe sich der Geldregen leichter begründen, wenn die Bank besser vorankäme. 

Von Albrecht Scheuermann

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Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

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