Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Roßmann befürchtete Zusammenbruch des Konzerns
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Roßmann befürchtete Zusammenbruch des Konzerns
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:17 01.09.2016
"Kleine Gewinne, hohe Verschuldung": Vor seinem 70. Geburtstag hat Unternehmer Dirk Roßmann Einblicke in das Firmenleben der neunziger Jahre gegeben. Quelle: dpa
Anzeige
Burgwedel

"Das Unternehmen ist immer gewachsen. Aber parallel zum Unternehmen sind auch die Schulden gewachsen. Und in den 1990er Jahren war diese Last so hoch, dass das Unternehmen sogar gefährdet war. Ich war also nach außen hin wirtschaftlich erfolgreich, aber im Grunde genommen war ich es nicht: Kleine Gewinne, hohe Verschuldung", sagte der Gründer und Chef der Drogeriemarktkette Rossmann. "Im Jahre 1996 wusste ich wirklich nicht, ob Rossmann überhaupt überleben kann."

Roßmann kündigte an, dass das Eigenkapital seiner zentralen GmbH zum Jahresende bei knapp einer Milliarde Euro liegen werde - vermutlich bei 970, 980 Millionen Euro. "Aber: Einen Großteil meines Lebens war es so; wenn ich einen Euro verdient habe, habe ich fünf investiert und mir vier von Banken geliehen. Ab 2003/2004 kam dann aber der Wendepunkt, seitdem konnten die Kredite abgebaut werden."

Unternehmensgründer Dirk Roßmann hatte 1972 in Hannover seinen ersten Laden eröffnet. Am Sonnabend kam die 34. Filiale in Hannover und damit die 2000. bundesweit hinzu. Der Mega-Store im Drachentöterhaus ist der bisher größte Laden des Unternehmens.

Am 7. September wird Roßmann 70 Jahre alt, er gehört heute zu den reichsten Deutschen. Seine Gedanken in der Krise damals erklärte er mit einem Bild: "Das ist so, als ob man sich ein Riesenhaus baut, ein ganz teures Haus. Und alle Leute kommen zu einem und sagen: "Haben Sie aber ein schönes Haus!" Doch man selber weiß, wie hoch die Belastungen sind - und es wird einem ganz komisch."

Rückblickend sei dem Kaufmann Roßmann folgendes wichtig: "Es war egal, ob wir eine, fünf oder acht Milliarden Euro umsetzen. Aber wichtig war, als ich das Gefühl hatte: Jetzt ist alles stabil. Aber im Grunde genommen hat es ein Leben gebraucht, bis ich - besser gesagt wir - das erreicht haben, denn ich habe mich immer als Teil einer Gemeinschaft wahrgenommen." Seinen Söhnen, die inzwischen auch an Schlüsselstellen im Unternehmen arbeiten, rate er immer: "Passt auf, nicht in Abhängigkeit gegenüber Banken zu kommen."

dpa

Beim insolventen Elektronikspezialisten Metric fällt am Standort Hannover jede dritte Stelle weg. Von den ursprünglich 230 Arbeitsplätzen sollen nur 145 übrig bleiben - darauf haben sich Vorstand und Arbeitnehmervertreter im Rahmen eines Interessenausgleichs verständigt.

Jens Heitmann 04.09.2016

Volkswagen ruft bis zu 30.000 Erdgas-Fahrzeuge in die Werkstätten, um die Gasflaschen auszutauschen: Nach den knapp 6000 Touran-Modellen, deren Rückruf im Juli angekündigt wurde, geht es nun um die Modelle Caddy und Passat.

01.09.2016

Nach den Sommerferien kommt der Arbeitsmarkt in Niedersachsen wieder in Schwung: Die Arbeitslosigkeit ist im August gesunken. Doch nicht überall können sich die Menschen über mehr Arbeit freuen.

31.08.2016
Anzeige