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Droht ein neues Höfesterben?

Dramatische Einkommensverluste Droht ein neues Höfesterben?

Droht ein neues Höfesterben? Die Umsätze der niedersächsischen Landwirte gehen weiter zurück. Vor allem Milchviehhalter hat das vergangene Geschäftsjahr gebeutelt. Die Einkommen von Landwirten sind zum teil um die Häfte geschrumpft.

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Düstere Aussichten für Landwirte: Die Einkommen von Bauern sind im vergangenen Geschäftsjahr massiv eingebrochen.

Quelle: dpa

Weniger Exporte und mehr Auflagen machen nach Ansicht des niedersächsischen Landvolks den Bauern das Leben schwer. "Die wirtschaftliche Situation auf unseren Höfen übertrifft in ihren negativen Ausmaßen alle bisherigen Erfahrungen", sagte Landvolkpräsident Werner Hilse am Donnerstag bei der Mitgliederversammlung des Verbands in Hannover. Im vergangenen Geschäftsjahr seien die Einkommen der Landwirte um die Hälfte geschrumpft. Auch die niedersächsische Landwirtschaftskammer wertet das vergangene Jahr als Rückschlag für die Bauern.

Ein Landwirt hat im zurückliegenden Geschäftsjahr nach Angaben des Landvolks vor Steuer- und Sozialabgaben durchschnittlich 30.000 Euro verdient. "Im Vergleich zum vorherigen Wirtschaftsjahr ist das ein Minus von 51 Prozent", erklärt Landvolk-Sprecherin Gabi von der Brelie. Am drastischsten sei die Situation der Milchviehhalter: Hier verdiente ein Bauer im Geschäftsjahr 2014/15 knapp 26.000 Euro - rund 65 Prozent weniger als im Vorjahr. "Das ist zu wenig, um den Hof zu tragen." Der Bauernverband vertritt rund 80.000 Mitglieder.

Mehr als 10.000 Euro Eigenkapitalverlust habe jeder Betrieb im vergangenen Geschäftsjahr erlitten, ermittelte die Landwirtschaftskammer. "Rote Zahlen sind auf vielen Betriebskonten bittere Realität", sagte der Präsident der Kammer, Gerhard Schwetje. Für das kommende Wirtschaftsjahr sieht er keine grundsätzliche Erholung der Märkte.

Vor allem die Folgen des Handelsembargos für Russland seien für Niedersachsens Landwirte desaströs, erklärt Landvolkpräsident Hilse. Produkte, die in Deutschland keinen Absatzmarkt hätten, blieben einfach liegen. Dazu gehörten Schweinebäuche, -pfoten oder -ohren, erklärt Hilse. Nun müsse man neue Märkte erschließen. "Wir erwarten von der Regierung, dass sie uns Grenzen öffnet."

Auch Auflagen zum Umwelt- und Tierschutz würden das Wirtschaften erschweren, kritisierte das Landvolk. Den politischen Entscheidungen fehle häufig ausreichendes Fachwissen. "Man sollte nicht immer nur ein Ziel im Kopf haben", sagte Hilse. Die Umsetzung müsse für die Landwirte auch leistbar sein.

dpa

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