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Niedersachsen Warten auf Witali
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21:44 31.01.2017
Von Jens Heitmann
Im vergangenen Jahr soll EWE an die Stiftung von Witali Klitschko 253.000 Euro überwiesen haben. Quelle: imago
Oldenburg

Wenn früher Vorstände des Oldenburger Energieversorgers EWE durch das Land reisten, kamen sie zwar ohne Geldkoffer - für die Sorgen und Nöte von Fußballvereinen und Feuerwehren aber hatten sie stets ein offenes Ohr. Für Spenden standen den Managern sechsstellige Budgets zur Verfügung, die sie zur Kundenpflege unter das Volk bringen durften.

Mit dem Amtsantritt des neuen Konzernchefs Matthias Brückmann vor rund einem Jahr änderte sich das. „Spenden dürfen nicht nach Gutdünken von Einzelpersonen vergeben werden“, verkündete er seinerzeit in einem Interview. Jeder Cent müsse künftig der Satzung entsprechen.

Nun jedoch steht Brückmann selbst im Verdacht, es mit den hehren Vorsätzen nicht so genau genommen zu haben. Im vergangenen Jahr soll EWE an die Stiftung von Witali Klitschko 253.000 Euro überwiesen haben, um den früheren Box-Weltmeister für einen PR-Termin in den niedersächsischen Nordwesten zu locken.

Schon diese Summe ist für Brückmann ein Problem, weil er parallel dazu das Sportsponsoring für die Handballerinnen des VfL Oldenburg und die Segler vom EWE-Sailingteam drastisch gekürzt hat. Für noch mehr Verdruss sorgt jedoch, dass Klitschko nicht nach Oldenburg gekommen ist.

Deshalb hat der Aufsichtsrat externe Wirtschaftsprüfer mit einer Untersuchung der großzügigen Spende beauftragt - auf Wunsch Brückmanns, wie EWE gestern mitteilte. Man hege im Übrigen die Hoffnung, dass Klitschko seinen Besuch nachholen werde, hieß es. Gescheitert sei der Besuch bisher nur an Terminschwierigkeiten.

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