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Niedersachsen Firma aus der Wedemark erhält Hannover-Preis
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Firma aus der Wedemark erhält Hannover-Preis
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00:16 04.11.2016
Augezeichnet (von links): Georg Ebeling (Spedition Ebeling) - Viola Rust-Sorge (Vorstand WirtschaftsKreis) - Stefan Gulbins (auch Ebeling). Quelle: Michael Wallmüller
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Hannover

Den Wahnsinn auf den Straßen will ich nicht mehr mitmachen“, sagt Georg Ebeling. Als Autofahrer ärgert auch er sich über verstopfte Schnellstraßen. Bemerkenswert an dieser Aussage ist, dass der 51-Jährige Logistikunternehmer ist. „Irgendwann setzte ein Umdenken ein.“ Und so strukturierte der Geschäftsführer seine Firma nach und nach um.
Die Spedition Ebeling in der Wedemark versteht sich mehr und mehr als Lagerungs- und Logistikdienstleister für andere Unternehmen. Das klassische Transportgeschäft verliert dabei an Bedeutung. Für diesen Wandel wurde die 430-Mitarbeiter-Firma am Dienstag mit dem „Hannover-Preis“ ausgezeichnet.

Der mit 6000 Euro dotierte Preis wurde zum 13. Mal vom Wirtschaftskreis Hannover vergeben, einem Verein aus 80  Selbstständigen und Gewerbetreibenden aus der Region. In diesem Jahr stand der Wettbewerb unter dem Motto „Disruption – eine Unternehmensinnovation“. Es sollte eine Firma ausgezeichnet werden, die sich durch Umstrukturierungen und strategische Veränderungen in einer entscheidenden Phase bewährt hat. Die fünfköpfige Jury entschied sich einstimmig für die Spedition und lobte die Erfolge des Unternehmens in einem neuen Geschäftsfeld. „Besonders hervorzuheben ist, dass das Modell noch am Anfang steht und noch viel Entwicklungspotenzial hat“, sagt Viola Rust-Sorge, Vorsitzende des Wirtschaftskreises Hannover.

Spätestens als im Frühjahr 2012 Schlecker Insolvenz angemeldet hatte, sei Ebeling zum Umdenken gezwungen worden. Die Drogeriekette gehörte zu den wichtigsten Kunden der Transportfirma. Doch schon vorher habe Ebeling gemeinsam mit dem Geschäftsführer Stefan Gulbins eine Neuausrichtung eingeleitet. Die Billigkonkurrenz osteuropäischer Transportunternehmen sei zu groß geworden. So erweiterte die Spedition ihr Firmengelände und errichtete mehrere Lagerhallen.
„50 Prozent unserer Mitarbeiter sind heute in den Hallen beschäftigt – nicht mehr auf der Straße“, sagt Ebeling, zu dessen Kunden etwa Daimler, Johnson Controls, ABC-/Street-Schuhe, Netto und Rossmann gehören.

Die Lkw-Flotte wurde von 210 auf 140 verkleinert. Seit der Schlecker-Pleite wurde die Belegschaft dennoch um mehr als 100 Mitarbeiter erweitert. Ein weiterer Baustein der Firmenpolitik ist das Konzept der „letzten Meile“. Waren verschiedener Hersteller werden aus einem Zentrallager mit dem Lkw in die Geschäfte einer Stadt gebracht. „Wir verfolgen die Idee der sinnvollen, kurzen Transporte“, sagt Ebeling.     

Von Isabell Rollenhagen

Trotz anziehender Preise hält der der niedersächsische Landesbauernverband die Milchkrise noch nicht für beendet. "Nein, die Krise ist noch nicht vorbei", sagte der Vizepräsident des Verbandes, Albert Schulte to Brinke, beim Jahrestreffen der Milchwirtschaft Niedersachsen am Dienstag in Isernhagen.

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