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Edeka will jetzt auch Burger braten

Regionalgesellschaft Minden-Hannover Edeka will jetzt auch Burger braten

Die Edeka-Regionalgesellschaft Minden-Hannover will zum "Frische-Bäcker Nummer Eins" werden und geht unter die Burger-Bräter. 2016 konnte sie Umsatz und Gewinn erneut steigern.

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Edeka will Bäckern noch mehr Konkurrenz machen

Quelle: Edeka Minden-Hannover

Minden. Die Edeka Minden-
Hannover will mehr Brötchen vor Ort in den Filialen fertigbacken und damit auf ähnliche Konzepte der Konkurrenz reagieren. „Wir wollen Frische-Bäcker Nummer eins in unserem Absatzgebiet werden“, sagte Vorstandssprecher Mark Rosenkranz am Donnerstag in Minden. Es gehe darum, die Zeit zwischen Backen und Verzehr zu minimieren, erklärte er. Bislang wird der größte Teil der Brötchen in Großbäckereien gebacken und morgens in die Filialen geliefert.

Neues Werk entsteht

Die Gesellschaft bündelt dazu ihre gesamte Brötchenproduktion ab Mitte 2017 in einem neuen Werk in Osterweddingen in Sachsen-Anhalt. Dort werden vorgegarte Tiefkühl-Teiglinge produziert. Im ersten Schritt sollen alle Edeka-
Bäcker mit Bedientheke mit diesen Brötchen versorgt werden. Dazu zählen alleinstehende Filialen von Schäfer’s, Schäfer’s-Filialen in den Edeka-Märkten sowie Bedientheken mit anderen Markennamen wie etwa „Edeka Backstube“. Die Selbstbedienungsbereiche in den Edeka-Märkten sollen später ebenfalls die neue Ware aus Osterweddingen erhalten.

Die Edeka-Großbäckerei in Lehrte soll Ende 2017 wieder Brot produzieren, kündigte Rosenkranz an. Ein Brand an Weihnachten 2016 hatte dort die Fertigungslinien für Brot und Brötchen zerstört. Eine provisorische Brötchenproduktion läuft dort wieder – sie soll aber nur bis zum Start in Osterweddingen in Betrieb bleiben. Außerdem werden in Lehrte Kuchen, Torten und Gebäck hergestellt.

Das Werk in Porta Westfalica wird schließen. Den dortigen Mitarbeitern will Edeka andere Stellen anbieten, allerdings nicht allen vor Ort. Insgesamt investiert das Unternehmen 200 Millionen Euro in die Neustrukturierung seiner Backsparte.
Vom Burger-Hype will Edeka ebenfalls profitieren. Seit Herbst 2016 wurden in 16 Märkten Schnellrestaurants für Burger mit irischem Angus-Rindfleisch eingerichtet, unter anderem in Springe und Garbsen. „Das schnelle Wachstum zeigt, dass das Konzept bei den Kunden ankommt“, sagte Rosenkranz. 2017 sollen weitere Märkte dazukommen. Auch Schnellrestaurants für Sushi und Pizza sind geplant.

Minden-Hannover ist die umsatzstärkste der sieben Edeka-Regionalgesellschaften. Sie deckt nicht nur fast ganz Niedersachsen ab, sondern auch Bremen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg sowie einen Teil von Nordrhein-Westfalen. In ihrem Absatzgebiet ist sie mit einem Anteil von 25 Prozent Marktführer.

330 Millionen werden investiert

Rosenkranz betonte, dass der Wettbewerb immer härter werde. Dabei hob er einen Konkurrenten besonders hervor: „Aldi Nord bewegt sich auf uns zu, was die Größe der Märkte und das Sortiment angeht“, sagte er. Aldi erfinde sich neu und investiere viel Geld.

Um die Konkurrenten auf Distanz zu halten, investiert Edeka Minden-Hannover im laufenden Jahr 330 Millionen Euro, 25 Millionen mehr als im Vorjahr. Die Verkaufsfläche will Edeka um 55 000 Quadratmeter vergrößern sowie weitere 70 Märkte der Discountermarke NP modernisieren. Besonders aufwendig wird die Integration von 60 ehemaligen Kaisers-Tengelmann-Märkten in Berlin.

2016 hat Edeka Minden-Hannover erneut Umsatz und Gewinn gesteigert. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro, der Gewinn um 15 Prozent auf 132 Millionen Euro. Für 2017 erwartet Rosenkranz ein etwas geringeres Wachstum als in den Vorjahren. „Nach den überdurchschnittlichen Jahren 2015 und 2016 ist es normal, dass es jetzt etwas langsamer weitergeht“, sagte er.

Von Christian Wölbert

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