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Metric baut jede dritte Stelle ab und hofft weiter

Elektronikspezialist Metric baut jede dritte Stelle ab und hofft weiter

Beim insolventen Elektronikspezialisten Metric fällt am Standort Hannover jede dritte Stelle weg. Von den ursprünglich 230 Arbeitsplätzen sollen nur 145 übrig bleiben - darauf haben sich Vorstand und Arbeitnehmervertreter im Rahmen eines Interessenausgleichs verständigt.

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Fahrscheinautomaten – wie hier für die Deutsche Bahn – gehören zum Kerngeschäft von Metric. Die Firma baut nun jede dritte Stelle ab.

Quelle: dpa/Archiv

Hannover. Um das Ziel zu erreichen, müsse man 50 betriebsbedingte Kündigungen aussprechen, sagte Vorstandschef Thomas Dibbern am Mittwoch. Andere Mitarbeiter hätten das Unternehmen von sich aus verlassen oder seien nur befristet beschäftigt.

Die frühere Höft & Wessel AG hatte Ende Juni wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet. Anfang dieser Woche hat das Amtsgericht Hannover - wie beantragt - das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Damit bleibt die unternehmerische Verantwortung in den Händen des Vorstandes. Man habe inzwischen ein Fortführungskonzept für Metric erarbeitet, sagte Dibbern: „Wir sehen gute Chancen für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.“

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich ein neuer Geldgeber findet. Der Finanzinvestor Walter Droege hatte das Unternehmen mit seinem Einstieg vor drei Jahren vor der Pleite bewahrt und hält heute 75 Prozent der Aktien. In diesem Sommer hat er offenbar das Vertrauen in das Management verloren und überraschend den Geldhahn zugedreht. Dass Droege noch einmal ins Portemonnaie greifen wird, glaubt Dibbern nicht: „Wir erwarten einen anderen Eigentümer.“ Seinen Angaben zufolge ist das Interesse von Investoren an Metric groß - die Verhandlungen seien weit fortgeschritten.

Außer Droege und dem Hauptlieferanten Zollner müssen sich auch die Kleinaktionäre auf große Verluste einstellen. Als werthaltigster Teil von Metric gilt die britische Tochter, die Parkautomaten herstellt - sie ist nicht von der Insolvenz der hannoverschen Muttergesellschaft betroffen. In der Branche rechnet man insgesamt mit einem Verkaufserlös im einstelligen Millionenbereich.

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