Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Metric baut jede dritte Stelle ab und hofft weiter
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Metric baut jede dritte Stelle ab und hofft weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 04.09.2016
Von Jens Heitmann
Fahrscheinautomaten – wie hier für die Deutsche Bahn – gehören zum Kerngeschäft von Metric. Die Firma baut nun jede dritte Stelle ab. Quelle: dpa/Archiv
Anzeige
Hannover

Um das Ziel zu erreichen, müsse man 50 betriebsbedingte Kündigungen aussprechen, sagte Vorstandschef Thomas Dibbern am Mittwoch. Andere Mitarbeiter hätten das Unternehmen von sich aus verlassen oder seien nur befristet beschäftigt.

Die frühere Höft & Wessel AG hatte Ende Juni wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet. Anfang dieser Woche hat das Amtsgericht Hannover - wie beantragt - das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Damit bleibt die unternehmerische Verantwortung in den Händen des Vorstandes. Man habe inzwischen ein Fortführungskonzept für Metric erarbeitet, sagte Dibbern: „Wir sehen gute Chancen für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.“

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich ein neuer Geldgeber findet. Der Finanzinvestor Walter Droege hatte das Unternehmen mit seinem Einstieg vor drei Jahren vor der Pleite bewahrt und hält heute 75 Prozent der Aktien. In diesem Sommer hat er offenbar das Vertrauen in das Management verloren und überraschend den Geldhahn zugedreht. Dass Droege noch einmal ins Portemonnaie greifen wird, glaubt Dibbern nicht: „Wir erwarten einen anderen Eigentümer.“ Seinen Angaben zufolge ist das Interesse von Investoren an Metric groß - die Verhandlungen seien weit fortgeschritten.

Außer Droege und dem Hauptlieferanten Zollner müssen sich auch die Kleinaktionäre auf große Verluste einstellen. Als werthaltigster Teil von Metric gilt die britische Tochter, die Parkautomaten herstellt - sie ist nicht von der Insolvenz der hannoverschen Muttergesellschaft betroffen. In der Branche rechnet man insgesamt mit einem Verkaufserlös im einstelligen Millionenbereich.

Volkswagen ruft bis zu 30.000 Erdgas-Fahrzeuge in die Werkstätten, um die Gasflaschen auszutauschen: Nach den knapp 6000 Touran-Modellen, deren Rückruf im Juli angekündigt wurde, geht es nun um die Modelle Caddy und Passat.

01.09.2016

Nach den Sommerferien kommt der Arbeitsmarkt in Niedersachsen wieder in Schwung: Die Arbeitslosigkeit ist im August gesunken. Doch nicht überall können sich die Menschen über mehr Arbeit freuen.

31.08.2016
Niedersachsen Rundschreiben an Belegschaft - VW kündigt massive Veränderungen an

Unternehmen und Betriebsrat stimmten die VW-Belegschaft am Dienstag in einem Rundschreiben, das der HAZ vorliegt, auf „massive Veränderungen“ ein. Den Umbau wollen beide Seiten mit einem „Zukunftspakt“ bewerkstelligen, der spätestens im November stehen soll. Die Verhandlungen gestalten sich jedoch schwierig.

Lars Ruzic 02.09.2016
Anzeige