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Enercity kann seine Kunden besser halten

Stadtwerke Enercity kann seine Kunden besser halten

Den Stadtwerken Hannover ist es offenbar gelungen, ihre Kundenverluste einzudämmen. Nach HAZ-Informationen sind im laufenden Jahr weniger als 8000 Strom- und Gasabnehmer von Enercity zur Konkurrenz gewechselt.

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Quelle: Burkert/Archiv

Hannover. Im Vorjahr hätten bei den Stadtwerken noch knapp 17.000 Kunden ihre Verträge gekündigt, verlautete am Donnerstag aus Unternehmenskreisen. Enercity wollte zu diesen Angaben keine Stellung nehmen.

Im Unternehmen führt man die positive Entwicklung auf eine Reihe von Maßnahmen zurück. So haben die Stadtwerke seit dem Amtsantritt von Vorstandschefin Susanna Zapreva im April vergangenen Jahres nicht mehr an der Preisschraube gedreht: Während viele Versorger seither ihre Strompreise erhöht und ihre Gastarife gesenkt haben, sind bei Enercity beide stabil geblieben. Das schätzten die Kunden, hieß es.

Darüber hinaus haben die Stadtwerke neue Tarife eingeführt - so können Verbraucher inzwischen etwa direkt an den Veränderungen an der Strombörse teilnehmen. Zudem konnten sich Kunden an einem „Bürgerkraftwerk“ beteiligen - die Investitionssumme für eine Fotovoltaikanlage kam innerhalb weniger Tage zusammen. Geholfen habe auch, dass die Stadtwerke schärfer gegen unbotmäßige Konkurrenten vorgehen, die zum Teil mit Drückerkolonnen arbeiten, hieß es. Entsprechende Abmahnungen hätten ihre Wirkung nicht verfehlt.

Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand dem Vernehmen nach mit einem Vorsteuer-Ergebnis von 72 Millionen Euro - das wäre etwas weniger als ursprünglich geplant. Verantwortlich dafür seien vor allem die hohen Abschreibungen auf das Kraftwerk Mehrum, das die Stadtwerke an den Prager EPH-Konzern abgeben. Für das kommende Jahr erwarte Enercity einen Gewinn von mehr als 90 Millionen Euro, hieß es.

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