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Niedersachsen CD-Werk in Langenhagen schließt Ende Januar
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen CD-Werk in Langenhagen schließt Ende Januar
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00:15 09.12.2016
Von Lars Ruzic
Erst Ende vergangenen Jahres hatte das Werk die Produktion von Vinyl-Schallplatten wieder aufgenommen. Quelle: Kutter
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Hannover

„Es bleibt nur ein kleines Team für Restarbeiten.“ Mehr als 260 Beschäftigte aus der Logistik müssen bereits zum Jahreswechsel gehen. EDC hatte bis zuletzt darauf spekuliert, sein früherer Eigentümer und heutiger Großkunde Universal könnte seinen aktuellen Auftrag noch einige Monate verlängern. Dies ist jedoch nicht geschehen, weshalb Eckert mit dreimonatiger Frist zu Ende Februar kündigen musste. Zumal auch die Suche nach Investoren bisher nicht von Erfolg gekrönt war.

Fotostrecke Langenhagen: EDC-Belegschaft protestiert laut

Das CD-Werk an der Autobahn 2 in Langenhagen geht zurück auf die von Emil Berliner gegründete Deutsche Grammophon. In Hannover und später Langenhagen gingen quasi alle Tonträger als Erste in die Massenproduktion - ob Schellack-Platte (1898), Langspielplatte (1951), Musikkassette (1965), CD (1982) oder DVD (1996). Seit Jahren wird Musik vor allem aus dem Internet bezogen. Zunächst luden sich Hörer komplette Alben herunter, inzwischen verfügen die meisten über ein Abonnement bei einem Streaming-Dienst.

Universal, der weltgrößte Musikverlag, hatte den Langenhagener Standort 1999 mit der Übernahme von Polygram erworben und 2005 an die eigenständige Entertainment Distribution Company (EDC) ausgegliedert. Er blieb aber der entscheidende Kunde. Seit Jahren hängt das einst 1000 Mann starke Unternehmen am Tropf des Musikriesen. Nachdem Universal den Produktionsauftrag nicht verlängert hatte, ging EDC vor einem halben Jahr in die Insolvenz.

Vor 25 Jahren stellte die Entertainment Distribution Company in Langenhagen die industrielle Produktion von Schallplatten ein. Ende 2015 hatten sie die Arbeit mit den schwarzen Vinyl-Scheiben noch einmal wieder aufgenommen.

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