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Eon-Chef Teyssen informiert Beschäftigte in Hannover

Geplanter Stellenabbau Eon-Chef Teyssen informiert Beschäftigte in Hannover

Nach der Ankündigung Eons weltweit bis zu 11.000 Jobs streichen zu wollen, ist Eon-Chef Teyssen am Freitag in Hannover zur Betriebsversammlung der Kraftwerkstochter des Konzerns gereist. Viel Konkretes hatte er nicht im Gepäck - erst Anfang November soll Klarheit herrschen.

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Eon-Chef Teyssen ist am Freitag in Hannover zur Betriebsversammlung der Kraftwerkstochter des Konzerns gereist.

Quelle: dpa

Hannover. Sorge und Unsicherheit sind groß bei den Beschäftigten am Eon-Standort Hannover. Die Betriebsversammlung, bei der das Unternehmen über die Herausforderungen der Zukunft und die Folgen für die Jobs informieren will, ist am Freitag so voll, dass in dem Raum nicht einmal alle Platz finden. Von wütendem Protest und lautstarker Empörung aber ist nichts zu spüren.

Auch Eon-Chef Johannes Teyssen ist nach Hannover gekommen, um die Belegschaft wie auch an anderen Standorten persönlich zu informieren. Auf die Fragen von Journalisten auf dem Flur will Teyssen keine Antworten geben. Das gebiete der Respekt vor den Beschäftigten, sagt er. Mehr als anderthalb Stunden nimmt er sich Zeit für sie. Aber auch im Saal kann Teyssen keine Klarheit über den geplanten Jobabbau schaffen - das Thema, das der Belegschaft am drängendsten auf den Nägeln brennt.

Der „Schwebezustand“ bleibe, sagt Christopher Schmidt von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Aber immerhin hat er den Eindruck, dass die Unternehmensspitze der Situation mit Ehrlichkeit begegnen will. Eine Zermürbungstaktik sieht er nicht in dem Vorgehen des Managements. Dennoch sei ein solcher Effekt zu erwarten - denn bis Anfang November soll die Belegschaft noch vertröstet werden. Erst dann ist die entscheidende Aufsichtsratssitzung, erst dann soll entschieden werden, wie viele Kollegen gehen müssen und ob Standorte geschlossen werden.

Immerhin habe Teyssen zugesagt, die Standort- und Beschäftigungsgarantie bis Ende 2012 einzuhalten, sagt Betriebsratschefin Ines Tomko, die die rund 1000 Beschäftigten der Technologiesparten in Hannover vertritt. Auf der Betriebsversammlung sei auch eine Petition für den Joberhalt übergeben worden, die trotz Urlaubszeit mehr als 500 Unterschriften habe. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt Tomko.

Die Stimmung in der Belegschaft beschreibt sie als „nicht so rosig“. Die Ungewissheit sei groß, es gebe viele Fragen, viele Sorgen. „Es ist schwer“, sagt die Betriebsrätin. Die Reaktionen der Beschäftigten - auch nach dem Auftritt Teyssens - aber sind ruhig und verhalten. Äußern wollen sich die meisten nicht, wenn sie von Journalisten gefragt werden, wie groß ihre Sorge ist.

Teyssen habe plausibel und nachvollziehbar erläutert, was getan werden müsse, um den Konzern langfristig zu sichern und zu erhalten, berichtet Betriebsrätin Tomko. Der politisch entschiedene Ausstieg aus der Atomenergie sei ein Grund, Managementfehler der Vergangenheit ein anderer. Der Eon-Chef habe auch nicht verschwiegen, dass Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Eine konkrete Zahl und was das für den Standort der Eon Kraftwerke GmbH in Hannover bedeute, habe er aber nicht gesagt.

dpa

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