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Ermittlungen gegen Ärzte aus Niedersachsen eingeleitet

Verdacht auf Korruption Ermittlungen gegen Ärzte aus Niedersachsen eingeleitet

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt gegen Mitglieder der Ärztegenossenschaft Niedersachsen-Bremen wegen des Verdachts der Bestechlichkeit. Man habe ein entsprechendes Verfahren eingeleitet, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde am Montag.

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Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt gegen Ärzte wegen Bestechlichkeit.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Vor allem Mediziner aus dem Oldenburger Raum sollen bei ihren Arzneimittelverordnungen Präparate einer Pharmafirma bevorzugt habenen, weil sie dafür eine Provision erhalten. Einer der Verdächtigen ist nach Informationen dieser Zeitung der Vizechef der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), Jörg Berling.

Der AOK Niedersachsen war bei einer Routineprüfung des Verordnungsverhaltens aufgefallen, dass Mitglieder der Ärztegenossenschaft ihren Patienten in auffällig hohem Maße Medikamente der Firma Q-Pharm verschreiben – das Unternehmen ist eine Tochter der Ärztegenossenschaft Nord. Q-Pharm vertreibt Nachahmerprodukte, also wirkstoffgleiche Kopien von Arzneimitteln, deren Patentschutz abgelaufen ist.

Nach Angaben der Ärztegenossenschaft zahlt Q-Pharm abhängig von der Zahl der Verordnungen eine Art Provision. Die Zuwendungen machen nach Aussage von Vorstandschef Rainer Woltmann höchstens 20 Prozent der Gesamteinnahmen der Genossenschaft aus. Das Geld werde nicht an die Mitglieder ausgeschüttet, man nutze es unter anderem zur Bildung von Einkaufs-, Geräte- und Laborgemeinschaften sowie für die politische Interessenvertretung und Marketing für die Mitglieder, erklärte Woltmann.

Inzwischen ist auch die KVN aktiv geworden. Für den 10. August sei Vizechef Berling zu einem Gespräch vor den Hauptausschuss geladen, eine Art Aufsichtsrat der Organisation. Eine Woche später hat die KVN eine außerordentliche Versammlung des Ärzteparlaments, der Vertreterversammlung, anberaumt, um über den Stand des Verfahrens zu informieren.

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