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Niedersachsen Erster „Niedersachsen-Abend“ wird gut angenommen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Erster „Niedersachsen-Abend“ wird gut angenommen
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00:15 01.05.2016
Von Lars Ruzic
Eine neue Tradition begründet? Messechef Wolfram von Fritsch begrüßt die Gäste beim „Niedersachsen-Abend“. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

Vielleicht liegt es am typisch niedersächsischen Understatement. Da hat das Land regelmäßig die Industrie der Welt zu Gast – und nutzt die Hannover Messe doch recht spärlich zur eigenen Vermarktung und Vernetzung. Immerhin 254 Aussteller kommen allein in diesem Jahr aus Niedersachsen – das sind mehr, als die komplette Maschinenbau-Nation Italien nach Hannover entsendet hat. Deren Zusammenarbeit untereinander, aber auch mit anderen Firmen, der Wissenschaft, Politik und Behörden direkt auf der Messe zu fördern sei so naheliegend, dass man sich fragen müsse: „Warum sind wir nicht schon lange auf diese Idee gekommen?“, meinte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD).

Mit dieser Auffassung war der Politiker, der gleichzeitig im Aufsichtsrat der Deutschen Messe AG sitzt, offenbar nicht allein. Mehr als 500 Anmeldungen erreichten sein Ministerium, die Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), den Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertag (NIHK) und die Deutsche Messe, nachdem sie gemeinsam zum ersten „Niedersachsen-Abend“ auf der Hannover Messe eingeladen hatten. Die Resonanz war so groß, dass die Organisatoren vom Landes-Stand auf ein Forum in Halle 2 ausweichen mussten. Angesichts der großen Resonanz gab sich Lies optimistisch, dass man am Donnerstag „eine neue Tradition begründet“ habe.

So nutzten Vorstandschefs, Uni-, Kammer- und Polizeipräsidenten die Umgebung miteinander kommunizierender Maschinen, um sich selbst zu vernetzen. Bei aller Internationalität der Hannover Messe könne eben auch die Zusammenarbeit im engeren regionalen Umfeld „einen erheblichen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten“, sagte Messe-Vorstand Jochen Köckler. Gerade für unternehmensnahe Dienstleister sind die Firmen vor Ort oft die entscheidenden Auftraggeber.

Niedersachsens Lobbyisten nutzten die Veranstaltung, um ihre Anliegen vorzutragen. UVN-Hauptgeschäftsführer Volker Müller mahnte an, die Politik müsse den Breitbandausbau im Land zur Chefsache machen. NIHK-Vizepräsident Wilhelm-Alfred Brüning forderte, die im neuen Bundesverkehrswegeplan als vordringlich ausgewiesenen Projekte nun zügig umzusetzen. So spinnt eben jeder seine eigenen Fäden im Niedersachsen-Netz.     

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