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Eurowings will in Hannover 675 Arbeitsplätze schaffen

Fluggesellschaft auf Expansionskurs Eurowings will in Hannover 675 Arbeitsplätze schaffen

Eurowings auf Expansionskurs in Hannover: Die Fluggesellschaft will im kommenden Jahr vier neue Ziele ansteuern. Die Lufthansa-Tochter will Tuifly als führende Gesellschaft in Langenhagen ablösen – und 675 neue Arbeitsplätze schaffen.

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Quelle: Körner

Hannover. Die Fluggesellschaft Eurowings will im kommenden Jahr stark expandieren. Davon wird nach Angaben von Geschäftsführer Oliver Wagner auch der Flughafen Hannover in Langenhagen profitieren. Dort soll die Lufthansa-Tochter um 30 Prozent wachsen; sie würde damit die Tuifly als bisherige Nummer eins am Standort ablösen. Dadurch sollen 675 neue Arbeitsplätze entstehen – etwa bei den Cockpit-Besatzungen, beim Bodenpersonal, beim Service und bei technischen Diensten.

Die Lufthansa hatte im Oktober den größten Teil der insolventen Air Berlin übernommen und 40 Flugzeuge an ihren Ableger Eurowings weitergereicht. Darunter sind sieben Maschinen, die Air Berlin von Tuifly geleast hatte. Zwei dieser Flugzeuge will Eurowings in Hannover stationieren.

„Wir sind derzeit die am schnellsten wachsende Fluggesellschaft in Europa“, betonte Wagner am Freitag in Langenhagen. Im kommenden Jahr werde die Eurowings-Flotte 200 Flugzeuge umfassen. Geplant sind 50 neue Verbindungen – darunter auch Langstreckenflüge aus München, Düsseldorf und Köln mit Zielen etwa in der Karibik sowie in Nord- und Mittelamerika. Die Mitarbeiterzahl will Eurowings um 3000 auf dann rund 10.000 aufstocken.

Die Ausbaupläne für Hannover beinhalten für den Sommerflugplan vier neue Ziele – die griechischen Inseln Korfu, Kos und Rhodos sowie Monastir in Tunesien. Auf bestehende Verbindungen nach London-Stansted, Palma de Mallorca, Stuttgart und Wien will Eurowings zusätzliche Flüge anbieten.

Die erwartete Passagierzahl liegt laut Wagner hier bei 900.000. Zum Vergleich: Air Berlin hatte in Hannover zu ihren besten Zeiten die Millionenmarke geknackt. Der Eurowings-Manager betonte, dass die Expansion in Hannover auch dadurch begründet sei, dass der Flughafen in Langenhagen einen 24-Stunden-Betrieb ermögliche.

Sämtliche Pläne stehen allerdings noch unter dem Vorbehalt, dass sich die Kartellbehörden mit den Entwicklungen im Flugverkehrsmarkt nach der Air-Berlin-Pleite befassen. Ein Bescheid der Wettbewerbshüter soll noch vor Weihnachten ergehen. „Wir rechnen mit grundsätzlicher Zustimmung, aber unter Auflagen“, sagte Wagner.

Für den Flughafen Hannover runden die Vorhaben von Eurowings ein insgesamt erfreuliches Jahr ab. Ende des Jahres werden dort voraussichtlich etwa 5,8 Millionen Passagiere abgefertigt worden sein und damit 400.000 mehr als noch 2016.
„Wir hatten im Ferienflugverkehr im Sommer Zuwächse von bis zu 10 Prozent“, sagte Geschäftsführer Raoul Hille. Für 2018 hält es Hille für möglich, dass die Passagierzahl noch einmal in Richtung sechs Millionen steigt.

Es wird darüber spekuliert, ob durch das Ausscheiden von Air Berlin der Wettbewerbsdruck am Markt sinkt und Ticketpreise steigen. Dies erwarten weder Hille noch Wagner. „Wir wären schon froh, wenn die Tarife stabil bleiben“, erklärt der Eurowings-Geschäftsführer.     

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