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„Fliegende Theater“ sollen mehr Nervenkitzel bringen

Freizeitparks „Fliegende Theater“ sollen mehr Nervenkitzel bringen

Simulationssysteme in Freizeitparks bieten immer mehr Nervenkitzel. Das Unternehmen Simtec am Forschungsflughafen Braunschweig, einer der europaweit führenden Hersteller, hat jetzt ein „Fliegendes Theater“ entwickelt. Simtec baut ansonsten Flug- und Fahrsimulatoren.

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Ein Simulationssystem auf der Expo 2010 in Shanghai.

Quelle: dpa

Braunschweig. „Fliegende Theater“ sollen noch mehr Nervenkitzel in die Freizeitparks bringen. In dieser neuen Art von Unterhaltungs-Simulatoren werden die Besucher in einem riesigen Halbkugel-Kino, angeschnallt auf Sitzen, in hohem Tempo und mit extremer Beschleunigung über die Schwerelosigkeit hinaus in alle Richtungen bewegt. Sie sollen so den totalen Sinnesrausch erleben. Eine dieser neuen Attraktionen hat die kleine Technologieschmiede Simtec am Forschungsflughafen Braunschweig entwickelt, die ansonsten Flug- und Fahrsimulatoren baut.

„Im Entertainment-Bereich sind wir bei der Lieferung kompletter und für die Kunden maßgeschneiderter Simulatorsysteme in Europa ganz vorn“, stellt Bernd Kaufmann fest, der alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer des Unternehmens ist. Es sei ein Wachstumsmarkt, erläutert Kaufmann. Deutsche Freizeitparks gingen immer mehr dazu über, ganzjährig zu öffnen und bräuchten für den Winter deshalb neue Hallen-Attraktionen.

Zudem setzten Zoos, Technik-Museen, Ausstellungen und andere Erlebniswelten vermehrt Simulatoren zur vergnüglichen Wissensvermittlung ein. Und schließlich öffneten sich in China und Indien völlig neue Märkte.

Auf der Expo in Schanghai war Simtec im vergangenen Jahr mit einem großen Simulator in Form eines 360-Grad-Rundumkinos dabei. Kaufmann: „Das war ein großer Erfolg für uns. Wir hatten die Anlage in relativ kurzer Zeit entwickelt und geliefert, was uns in China große Beachtung eingebracht hat.“ Er erwartet, dass noch in diesem Jahr neue Simulations-Aufträge aus China hereinkommen werden. Das könnte für das kleine Unternehmen einen richtigen Wachstumssprung bedeuten.

Mit 15 Mitarbeitern setzt Simtec nach Kaufmanns Angaben in diesem Jahr vier Millionen Euro um, lässt einige Komponenten allerdings fremd fertigen. Am Forschungsflughafen wird derzeit für drei Millionen Euro ein Neubau errichtet.

Simtec kann Filmbilder, Geräusche und Plattformbewegungen perfekt synchronisieren

Simtec hat in Deutschland Simulatorsysteme unter anderem für den Zoo in Gelsenkirchen, für den Erlebnispark am Nürburgring, für das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart und für die VW-Autostadt in Wolfsburg gebaut. Herzstück aller Anlagen ist eine ausgeklügelte Software, mit der die Filmbilder, Geräusche und Plattformbewegungen perfekt synchronisiert werden. „Da steckt eine Menge Erfahrung drin“, erläutert Kaufmann.

Das Unternehmen startete 1989 mit dem Bau eines Trainings-Simulators für das erfolgreiche kleine Passagierflugzeug Dornier 228. Dieser robuste Flugzeug-Klassiker wird nach elfjähriger Unterbrechung seit 2009 wieder in Deutschland produziert. Es sind derzeit, so Kaufmann, noch 180 alte Maschinen im Einsatz. Der Simulator in Braunschweig ist noch heute der einzige auf der Welt für diesen Flugzeugtyp, auf ihm werden regelmäßig Piloten aus aller Welt - von den Philippinen über Malawi bis Argentinien - ausgebildet und geschult, berichtet Kaufmann.

Derzeit werde zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig sowie dem Unternehmen Autogyro in Hildesheim einen Trainingssimulator für Tragschrauber entwickelt - jenen hubschrauberähnlichen, meist offenen Leichtflugzeugen, die immer beliebter werden.

Für die Autoindustrie baut Simtec standardisierte Simulatoren zum Test vor allen von Auto-Komponenten wie Tanks oder Sitze. Dabei werden unterschiedliche reale Teststrecken, was Tempo, Temperaturen oder Höhenlagen betrifft, nachgebildet. „So kann man drei Viertel aller echten Versuchsfahrten ersetzen,“ erläuterte Kaufmann. Simtec habe solche Testsysteme auch schon an Hersteller in den USA, in Brasilien, Japan und China verkauft.

dpa

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