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Geht der Nord/LB-Chef Ende 2016?

Nachfolger unklar Geht der Nord/LB-Chef Ende 2016?

Der Nord/LB Vorstandsvorsitzende deutet seinen Abschied an: Bereits Ende 2016 könnte Gunter Dunkel gehen. Wer sein Nachfolger werden könnte, ist noch unklar - in Insiderkreisen wird vor allem der Name von Hinrich Holm (50) genannt, der seit knapp 20 Jahren für die Bank arbeitet. 

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„Der 31. 12. 2016 ist ein ausgesprochen schönes und attraktives Datum“: Vorstandschef Gunter Dunkel plant offenbar schon für die Zeit nach der Nord/LB. 

Quelle: dpa

Hannover. Sie ist die größte Bank Norddeutschlands – und derzeit eine der erfolgreichsten in Deutschland. Die jüngsten Zahlen der Nord/LB sahen glänzend aus. Entsprechend gut gelaunt zeigt sich ihr Vorstandsvorsitzender Gunter Dunkel, doch er freut sich auch schon auf ein Leben nach dem Job. Ende nächsten Jahres soll offenbar Schluss sein, wie er jetzt zu erkennen gab. Die Eigentümer der Bank müssen sich damit bald auf die Suche nach einem Nachfolger machen. Er könnte aus dem Haus kommen.

„Der 31.12.2016 ist ein ausgesprochen schönes und attraktives Datum“, antwortete Dunkel jetzt auf die Frage, ob er seinen dann auslaufenden Vertrag noch einmal verlängern will. Dies klang zwar etwas sibyllinisch, ließ aber im Zusammenhang nur den Schluss zu, dass der 62-Jährige dann sein Berufsleben ausklingen lassen will. „Das werde ich im ersten Quartal nächsten Jahres mit den Eigentümern diskutieren“, sagte er.

Bank macht große Fortschritte seit Dunkels Amtsantritt

Die Eigentümer – das sind vor allem das Land Niedersachsen mit knapp 60 Prozent der Anteile und die Sparkassen des Landes mit gut 26 Prozent. Der Rest verteilt sich auf die Sparkassen von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie das Land Sachsen-Anhalt.
Sie haben Grund, mit Dunkels Arbeit zufrieden zu sein. Seit seinem Amtsantritt Anfang 2009 hat die Bank große Fortschritte gemacht – und das, obwohl die sich schier endlos hinziehende Krise bei den Schiffskrediten seit Jahren mächtig auf das Ergebnis drückt. Gleichwohl steht das Institut auf einem soliden Fundament und hat ein Geschäftsmodell, das offensichtlich funktioniert. Das ist bei Banken heutzutage keine Selbstverständlichkeit.

Dunkel hatte den Chefposten mitten in der Weltfinanzkrise von Hannes Rehm übernommen. Zuvor war der Österreicher mit schwäbischen Wurzeln stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Begonnen hatte der Wirtschaftswissenschaftler mit Doktortitel und Jura-Abschluss seine Bankkarriere im Jahr 1978 in Wien, seit 1997 sitzt er im Nord/LB-Vorstand.

Hinrich Holm als Nachfolger im Gespräch

Er selbst hält sich bei der Frage bedeckt, wer ihm nachfolgen könnte. Eine entscheidende Rolle bei der Personalie spielt Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider, zugleich Aufsichtsratschef der Nord/LB. Er und die anderen Eigentümervertreter dürften vor allem daran interessiert sein, dass die Landesbank in sicherem Fahrwasser bleibt. Keine Experimente – dieses Motto spricht eher für einen internen Kandidaten, der das Haus aus jahrelanger Erfahrung gut kennt und die Strategie verinnerlicht hat.

Einen geborenen Thronfolger in Form eines stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden gibt es bei der Nord/LB nicht. Formal kommen daher alle Vorstandsmitglieder als Dunkel-Nachfolger infrage. In Insiderkreisen wird aber vor allem der Name von Hinrich Holm (50) genannt, der seit knapp 20 Jahren für die Bank im In- und Ausland arbeitet. Im Vorstand ist er unter anderem für das Kapitalmarktgeschäft zuständig.

Als gebürtiger Stadthagener ist er ein waschechter Niedersachse, das dürfte dem jungenhaft wirkenden Hobby-Eishockeyspieler zugutekommen. Allerdings könnte die etwas spröde, stark finanztechnisch geprägte Art des promovierten Mathematikers ein Problem sein – gerade in Sparkassenkreisen muss ein Kandidat aufpassen, nicht als abgehoben zu gelten.     

Sonderfaktoren schönen das Bild

Die Geschäftszahlen der Norddeutschen Landesbank zum Ende des dritten Quartals waren so gut, dass Vorstandschef Gunter Dunkel sich bemüht, den Erfolg zu relativieren. Die veröffentlichten Zahlen überzeichneten das echte Ergebnis – schließlich müsse man 100 bis 150 Millionen an einmaligen Sonderfaktoren abziehen, zum Beispiel den Effekt des stärkeren Dollars.

Deshalb bereitet Dunkel schon mal auf schlechtere Zahlen im nächsten Jahr vor. „Es hat keinen Sinn, uns 2016 gegen diese Ergebnisse zu messen.“ Vor einigen Tagen hatte die Bank über einen Nettogewinn von 539 Millionen Euro in den ersten neun Monaten berichtet, obwohl die Krise im Schifffahrtssektor das Geldinstitut weiterhin stark belastet.

Die Belastung dürfte auch in den kommenden Jahren bleiben, bei allerdings abnehmender Tendenz, heißt es. Seit dem Ausbruch der Krise 2009 hat die Nord/LB 750 Millionen Euro an Schiffskrediten abschreiben müssen. Derzeit stecken etwa 17 Milliarden Euro an Nord/LB-Krediten in rund 1500 Schiffen.

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