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Nord/LB und Talanx stecken Geld in Solarstrom

Gemeinsame Finanzierung Nord/LB und Talanx stecken Geld in Solarstrom

Die beiden größten Finanzkonzerne Niedersachsens sind zwar in unterschiedlichen Märkten unterwegs – machen aber dennoch bei Investitionen gemeinsame Sache. Jetzt berichteten die Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) und der Versicherungskonzerns Talanx über ein großes Geschäft auf dem Feld der Solarenergie.

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Das Nord/LB Gebäude in Hannover.

Quelle: dpa

Hannover.  Zusammen finanzieren die Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) und der Versicherungskonzerns Talanx zwei Solarparks in der Gegend von Cottbus.  Die beiden Stromerzeugungsanlagen sind schon seit 2010 in Betrieb. Mit ihrer Spitzenleistung von fast 40 Megawatt können sie mehr als 10 000 Haushalte mit Strom versorgen. Weil jetzt die Finanzierung auslief, wurden neue Investoren gesucht – und in Hannover gefunden. Nach Angaben der beiden Konzerne stecken sie insgesamt gut 85 Millionen Euro in die langfristige Finanzierung der beiden Parks. Der Anteil der Talanx-Gruppe liegt demnach bei 50 Millionen Euro. Es sei das erste Mal, dass die Nord/LB mit Talanx als institutionellem Investor zusammenarbeite, hieß es.

Die Nord/LB gehört bereits seit Jahren zu den großen Finanzierern von Projekten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien und verfügt deshalb über ein beträchtliches Fachwissen. Dies möchte die Bank nutzen, um anderen Investoren einen Zugang zu diesem Markt zu eröffnen. Das Geschäft mit Talanx sei „ein weiterer Schritt zur Umsetzung unserer Strategie der verstärkten Zusammenarbeit mit institutionellen Investoren“, erklärte Christoph Schellkres, der den Bereich Kredit Asset Management bei der Nord/LB leitet.

Für Talanx geht es vor allem darum, lohnende Investitionsmöglichkeiten jenseits der kaum noch Zinsen abwerfenden Anleihenmärkte zu finden. „Als langfristiger Anleger ist Talanx der ideale Partner für traditionell lange laufende Infrastrukturprojekte“, meinte Thomas Mann, Chief Investment Officer bei Talanx Asset Management. Die beiden Solarparks Finsterwalde II und Finsterwalde III erbringen demnach Renditen, „die deutlich über der aktuellen Verzinsung von Bundesanleihen liegen“.

Der drittgrößte deutsche Versicherungskonzern verwaltet Kapitalanlagen von mehr als 100 Milliarden Euro. Davon sind derzeit nach Angaben einer Unternehmenssprecherin 1,5 Milliarden Euro in Infrastruktur angelegt. Mittelfristig soll dieser Anteil solcher Investitionen auf 5 Milliarden Euro steigen.

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