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Großkunden machen HDI wieder Freude

Bilanz Großkunden machen HDI wieder Freude

Die Industrieversicherung ist die Keimzelle des Unternehmens - aber zuletzt bereitete dieser wichtige Geschäftsbereich dem Talanx-Konzern wenig Freude. Weil Prämien und Schäden in einem ungünstigen Verhältnis standen, hat die Talanx-Tochter HDI Global ihre Preise angehoben und sich auch von Geschäft getrennt.

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„Exzellentes
Ergebnis“:
Talanx-Chef Haas. Foto: dpa

Quelle: Sebastian Gollnow

Hannover. Die Kur war offenbar erfolgreich: 2016 habe die Industrieversicherung nach den schwachen Vorjahreszahlen wieder ein „exzellentes Ergebnis“ erzielt, berichtete der Talanx-Vorstandsvorsitzende Herbert Haas am Montag.

„Die Sanierung hat gegriffen“, sagte der Chef der Industriesparte, Christian Hinsch. Ablesbar ist dies am Anstieg des operativen Ergebnisses um 42 Prozent auf fast 300 Millionen Euro. Laut Hinsch hat sich HDI Global von manchen Bereichen wie der Versicherung von Fluggesellschaften und der Versicherung von Schiffen - der sogenannten Seekaskoversicherung - wegen schwacher Zahlen ganz getrennt. Auch im Geschäft mit Firmenwagenflotten - hier gehört HDI zu den größten Anbietern in Deutschland - habe das Unternehmen den Abschied von Kunden in Kauf genommen. „Jetzt sind wir hier aber wieder auf dem Wachstumspfad.“

Allerdings seien teure Schäden allein kein Grund, eine Kundenbeziehung zu beenden, betonte der Manager mit Blick auf einen speziellen Großkunden: HDI ist führender Versicherer der Lohmann-Gruppe in Visbek im Kreis Vechta, bekannt durch die Geflügelmarke Wiesenhof, und musste damit in den vergangenen Jahren gleich zwei sehr teure Großbrände in Schlachthöfen der Gruppe regulieren. „Unsere Politik ist es nicht, nach Großschäden den Regenschirm einzuziehen“, sagte Hinsch. Allerdings habe man neue Vertragskonditionen vereinbart.

Talanx-Chef Herbert Haas zeigte sich aber auch zufrieden mit der Entwicklung des deutschen Privat- und Firmenkundengeschäftes, das noch mitten in der Sanierung steckt. 2016 schrieb die Sparte im Gegensatz zum Vorjahr wieder schwarze Zahlen, doch das Sanierungsprogramm mit 200 Einzelprojekten soll erst in vier Jahren abgeschlossen sein. Dazu gehört der Abbau von 900 Stellen, wovon schon 200 weggefallen sind. Entlassungen sollen dabei vermieden werden. Inzwischen gebe es in dem Segment auch wieder Geschäftszuwächse, erklärte Haas. Dies betrifft vor allem die Autoversicherung.

Bei leicht rückläufigen Prämieneinnahmen von gut 31 Milliarden Euro hat der drittgrößte deutsche Versicherungskonzern im vergangenen Jahr seinen Gewinn um fast 24 Prozent auf 907 Millionen Euro gesteigert. Von den Beitragseinnahmen des weltweit aktiven Konzerns entfällt schon fast die Hälfte auf die Auslandsmärkte. Wie bereits berichtet, erhalten die Aktionäre eine Dividende von 1,35 Euro nach 1,30 Euro im Vorjahr. Im laufenden Jahr rechnet Haas jedoch mit einem Gewinnrückgang um etwa 100 Millionen Euro.

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