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Niedersachsen Grüne und Linke fordern Bußgelder für Daimler
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Grüne und Linke fordern Bußgelder für Daimler
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16:13 12.06.2018
Bei den Modellen des Mercedes GLC 220d ist vermutlich eine unzulässige Abschaltvorrichtung installiert. Quelle: dpa
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Berlin/Hannover

Der angekündigte Pflichtrückruf für Hunderttausende Diesel von Daimler geht der Opposition im Bundestag nicht weit genug. Grüne und Linke forderten ein härteres Durchgreifen der Bundesregierung gegen die Autokonzerne und mehr Transparenz. „Jetzt wird wieder nur ein Bruchteil der betroffenen Daimler-Diesel zurückgerufen“, sagte Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer am Dienstag. Die verkehrspolitische Sprecherin der Linken, Ingrid Remmers, forderte Bußgelder und verpflichtende Nachrüstungen am Motor.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte nach einem Gespräch mit Daimler-Chef Dieter Zetsche einen amtlichen Rückruf von 774.000 Diesel-Fahrzeugen des Autobauers in Europa angekündigt, davon 238.000 in Deutschland. Als Grund nannte er unzulässige Technik in der Abgasreinigung. Daimler will den Rückruf zwar ausführen, der Konzern kündigte zugleich aber Widerspruch gegen den Bescheid an.

Zuvor hatte das Kraftfahrtbundesamt bereits beim Mercedes-Kleintransporter Vito 1,6 Liter eine unzulässige Abschalteinrichtung moniert. Jetzt stehen auch häufig verkaufte Modelle wie der Geländewagen GLC 220d und ein Modell der C-Klasse (C 220d) unter Verdacht. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Autos nach Konzernangaben in den 3 Millionen Diesel enthalten, für die Daimler ohnehin schon ein freiwilliges Update der Motor-Software angekündigt hatte.

Nach Angaben von Mercedes-Händlern zeigen sich die Kunden gelassen. „Das Thema ist ja nicht mehr ganz neu und begleitet uns schon eine ganze Weile“, hieß es in einem Autohaus im Raum Hannover. Auch die Händler wüssten noch nicht, welche Modelle für Software-Updates vorgesehen seien.

Von Theresa Dapp

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