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"Es wird zum Stellenabbau kommen"

Übernahme der Bremer Landesbank "Es wird zum Stellenabbau kommen"

Die Nord/LB übernimmt die Bremer Landesbank für 262 Millionen Euro, eine gewaltige Investition. Der Vorstandsvorsitzende der Nord/LB, Gunter Dunkel, verrät im HAZ-Interview was die Übernahme für die Bank und die Angestellten bedeutet und was genau dahinter steckt.

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Der Vorstandsvorsitzende der Nord/LB Gunter Dunkel.

Quelle: dpa

Wie bewerten Sie das Ergebnis der Verhandlungen?
Der Kaufpreis liegt über unserem gewünschten Ergebnis, ist aber noch vertretbar.

Welche unmittelbaren Auswirkungen hat die Komplettübernahme der Bremer Landesbank für die Nord/LB?
Unsere Kapitalquote verringert sich, aber nur um einige wenige Zehntelprozentpunkte. Außerdem bindet die nun bevorstehende Integration allerhand Managementkapazitäten.

Spielt der aus Ihrer Sicht hohe Kaufpreis eine Rolle für das weitere Vorgehen?
Ja. Unsere Ansprüche an das Integrations- und Synergieprojekt müssen wir noch schärfer formulieren.

Was meinen Sie konkret?
Es soll keine Doppelarbeit mehr an mehreren Standorten geben. Eine bestimmte Aufgabe soll nur noch an einer Stelle erledigt werden. Damit wollen wir bei den Kosten spürbare Einsparungen erzielen.

Welche Auswirkungen wird dies auf die Arbeitsplätze in Bremen haben?
Dazu kann ich noch nichts Genaues sagen. Es wird auf jeden Fall zu einem Stellenabbau kommen. Allerdings soll er schrittweise geschehen, ohne betriebsbedingte Kündigungen.

Welche Chancen birgt die Entscheidung?
Wir können jetzt aus der Gruppe einen Bankkonzern formen, in dem jedes Unternehmen die ihm zugewiesene Rolle spielt. Das führt zu einem erheblichen Gewinn an Effizienz.

Was sagen Sie zum Rückzug des Bremer Landesbank-Chefs Stephan-Andreas Kaulvers?
Es war die richtige Entscheidung, da jetzt schnell die personellen Weichen gestellt werden müssen. Persönlich bedauere ich allerdings den Abschied von Kaulvers, da ich ihn trotz einiger Differenzen sehr schätze.

Interview: Albrecht Scheuermann

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