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Höhere Preise wegen Nachwuchsmangel

Handwerk warnt Höhere Preise wegen Nachwuchsmangel

Das Handwerk hat wieder goldenen Boden: In Niedersachsen geht es der Branche gut wie lange nicht mehr. Doch die Dynamik wird ausgebremst durch Nachwuchsmangel. Auf viele Kunden könnten damit höhere Preise bei immer weniger Handwerksbetrieben in der Nachbarschaft zukommen.

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Niedersachsens Handwerkskammern informieren am 09.08.2016 in Hannover über den Start ins neue Ausbildungsjahr.

Quelle: dpa

Hannover. Niedersachsens 83 000 Handwerksbetriebe steuern 2016 bei hoher Auslastung und guter Auftragslage auf ein Umsatzplus von 1,6 Prozent zu. Absehbar bremst die zunehmend schwerer werdende Suche nach qualifizierten Mitarbeitern aber das Wachstum aus, sagte der Vorsitzende der Handwerkskammern Niedersachsen, Karl-Wilhelm Steinmann, am Dienstag in Hannover. Dabei seien die Chancen für junge Menschen im Handwerk gut wie nie. Steinmann: "Um gute Mitarbeiter halten zu können, müssen die Betriebe zunehmend mehr zahlen." Das werde absehbar die Kosten für Handwerksleistungen steigen lassen. Die Flüchtlingsintegration könne den Personalengpass nur bedingt beheben.

Der aktuelle Start ins neue Ausbildungsjahr sei daher früh geplant worden. Bis Ende Juli wurden insgesamt 11.200 neue Lehrverträge im niedersächsischen Handwerk abgeschlossen - 7,1 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Laut einer Umfrage der Kammern hatten dennoch gut ein Drittel der Betriebe Probleme, alle ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Der Anteil der Unternehmen, die einen Rückgang der Bewerberzahlen beobachteten, lag bei knapp 80 Prozent. Mit Hinweis auf eine Prognose des Bundesinstituts für Berufsbildung erwartet Steinmann, dass allein in Niedersachsen in etwa 15 Jahren rund 170 000 nichtakademische Fachkräfte fehlen dürften.

"Das werden wir in den nächsten Jahren deutlich zu spüren bekommen", erklärte der Kammer-Präsident. Zur Zeit sei die Beschäftigtenzahl im niedersächsischen Handwerk mit mehr als 520 000 Mitarbeitern stabil. Sie erwirtschafteten im Vorjahr einen Umsatz von knapp 52 Milliarden Euro. Die gute Ausgangslage des Handwerks führe dazu, dass schon heute fast 30 Prozent aller Meister und Techniker im Handwerk mehr verdienten als ein durchschnittlicher Akademiker.

Vor diesem Hintergrund hat die Integration von Flüchtlingen eine große Bedeutung für die Kammer. Sie stößt allerdings immer wieder auf das Problem einer guten Sprachvermittlung als Grundvoraussetzung für den beruflichen Einstieg. Nicht zuletzt dadurch wurde das Ziel eines Integrationsprojekts in Hannover verfehlt, bis zum 1. August 500 junge Flüchtlinge in eine Ausbildung zu bringen. Bisher gab es 115 direkte Vermittlungserfolge. Dennoch wertete die Landesvertretung der Kammern das als Erfolg - auch wegen der dabei gewonnenen Erfahrung.

Deutliche Kritik gab es allerdings an einer zunehmenden Belastung der Handwerksbetriebe durch die immer anspruchsvoller werdende Bürokratie sowie eine restriktiver werdende Vergabe von Baukrediten. Mit den zunehmend abgelehnten Anträgen fielen auch viele potenzielle Aufträge für die Betriebe weg, klagte Kammer-Präsident Steinmann. Auch eine immer wieder diskutierte Anhebung der Gewerbesteuer bremse das Handwerk aus. Fahrverbote und blaue Plaketten für die Innenstädte seien für Handwerker ebenso problematisch wie bestimmte Regelungen im Umsatzsteuerrecht, die die Liquidität der Betriebe beschnitten.

dpa

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